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Heimatverein will sich nicht auf seinen Erfolgen ausruhen / Demografischer Wandel erfordert attraktive Visionen

Tundirum lädt zu einer Zukunftswerkstatt ein

Tündern (ul). Der Verein für Heimatpflege und Grenzbeziehung „Tundirum“ lockt mit dem Dorfmuseum und Museumsgarten zahlreiche Touristen nach Tündern. Neben den Aktivitäten zum Erhalt einer geselligen Ortskultur will sich der Vorstand den Problemen der Zukunft nicht verschließen. Zwar stieg die Mitgliederzahl von 520 auf 830, wie Präsident Herbert Habenicht den rund 80 Mitgliedern in der alten Sporthalle Tündern berichtete. Kein Grund aber für den Vorstand, nur eine Rückschau zu halten auf die erfolgreichen Projekte des vergangenen Jahres. Vielmehr zählte Habenicht die Umstände auf, die allen Vereinen Sorgen bereiten: Bei der zunehmenden Individualisierung der Menschen gehe das Traditionsbewusstsein verloren. Viele Bürger kehrten dem Vereinswesen den Rücken. Andererseits seien die Ansprüche der Vereinsmitglieder hoch und es gebe immer mehr alte Menschen. Der demografische Faktor wirke sich auf die Vereine aus.

veröffentlicht am 09.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 00:21 Uhr

Die aktiven Mitglieder und der Vorstand von Tundirum. Foto: ul

Als Weichenstellung lädt der Vorstand deshalb seine Mitglieder am Samstag, 26. Februar, zu einer Zukunftswerkstatt ein. Die Mitglieder sollten sich fragen, welche Aktivitäten künftig den Verein prägen sollen, welche Sparten unattraktiv sind und welche neu hinzukommen sollten, um Mitglieder zu gewinnen. Im Detail geht es um die Frage, wie sich der Anteil der aktiven Mitglieder steigern lasse, wie sich die Mitgliederverluste ersetzen lassen. Kritische Fragen sind gewünscht, beispielsweise, ob die Organisationsstrukturen noch zeitgemäß sind. Die visionären Überlegungen sollen in Themengruppen erarbeitet werden. Treffpunkt ist um 14 Uhr im Dorfmuseum, Lange Straße 29 a, in Tündern. Nach einer kurzen Einführung fragen die Moderatorinnen der Arbeitsgruppen, wie die Vereinsarbeit in fünf bis zehn Jahren aussehen soll und welche Maßnahmen notwendig sind, um neue Ziele zu erreichen. Diskutiert wird auch, wie viele Personen für neue Projekte nötig sind und wie teuer die Umsetzung sein wird. Nach zwei Stunden stellen die Gruppen ihre Ideen den anderen vor. Eventuell ergeben sich dabei Überschneidungen oder das eine oder andere kann wegen fehlender Mittel nicht umgesetzt werden. Darüber können die Teilnehmer beim Abendessen ab 17 Uhr weiter diskutieren.

Alle Vereinstermine finden sich auf der von Pressewart Hans-Jürgen Müller und Udo König gepflegten Homepage des Vereins www.tundirum.de

Nach Berichten der Spartenleiter und der Entlastung des Vorstandes wurden folgende Personen (wieder)-gewählt: der stellvertretende Vorsitzende Hans Henke, Kassenwartin Sabine Mengerßen, Pressewart Hans-Jürgen Müller und das Museumsteam „ACDC“ mit Anja Klemme, Corinna Branske und Doris Habenicht. Der Dank aller Anwesenden richtete sich an Ilona und Dieter Kreye dem Thekenteam. Auch Udo und Hanne König wurde für ihre Tündernvideos gedankt, die auf der Vereinshomepage und bei www.wesio.de zu sehen sind. Gelobt wurden die Jugendlichen, die mit der Übernachtungsaktion im Dorfmuseum und dem Pascheeier-Sammeln zahlreiche Kinder angesprochen hatten. Erfolgreich etabliert haben sich das Herbstfest, der Heimatabend, das Haxenessen und das Adventssingen im Dorfmuseum. Gedankt wurde Friedel Pieper für die Arbeit am Backhaus seit 14 Jahren. Rund 150-mal hat er den Ofen mit Buchenholz angefeuert, geliefert von Heiner-Albrecht Lübbe aus dem Wald bei Tündern. Mit Aufgabe seines Amtes als stellvertretender Vorsitzender übergibt der 70-jährige Bäcker den Backhausdienst an seinen Nachfolger Hans Henke. Bürgermeister Thilo Meyer freut sich auf die Müllsammelaktion am Tag des Baumes, dem Umwelttag, 2. April, mit der Dorfjugend.



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