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Der Bauausschuss des Fleckens Bevern sucht das Mobiliar für den Vorplatz des Schloss aus

Tulpenbaum und Platane mit „Swing“-Bügel

Bevern (rei). Während auf der einen Seite die letzten Pflasterarbeiten erledigt werden, gräbt sich auf der anderen Seite der Bagger tief in die Erde. Einige Monate wird es noch dauern, bis der Schlossvorplatz in Bevern in seiner ganzen neuen Pracht wahrgenommen werden kann.

veröffentlicht am 15.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:21 Uhr

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Am Ende werden nicht nur das einheitliche Pflaster, der Platz-Charakter oder der Fußweg auf dem Schloss-Wall den Gesamteindruck prägen, sondern auch die Accessoires. Welche Lampen, Fahrradständer oder Absperrpoller passen ins historische Ambiente? Und für viele Beveraner eine ganz wichtige Frage: Welche Bäume werden auf dem Platz neu gepflanzt? Der Bauausschuss des Fleckens hat am Dienstagabend eine Auswahl getroffen.

Säuleneichen werden nicht gepflanzt

Um es gleich vorwegzunehmen: Säuleneichen werden hier nicht gepflanzt. Die hatte seinerzeit der Planer aus einer Empfehlungsliste des Landesdenkmalpflegers ausgewählt, aber die Beveraner lehnten diese Baumart von Anfang an ab. Jetzt sollen die sogenannten „Baum-Quartiere“ mit Tulpenbäumen und Platanen bestückt werden. Liriodendron tulipifera heißt das Magnoliengewächs, das im Mai oder Juni gelb-orange-farbene Blüten trägt. Vier solcher Bäume sollen in die Inseln auf dem Parkplatz vor dem Rewe-Markt gepflanzt werden. Bis zu 30 Meter hoch können sie werden.

Auch diese Baumart wurde von den Experten empfohlen. Sie kehrte erst im 17. Jahrhundert aus Amerika nach Mitteleuropa zurück, wo sie bevorzugt herrschaftliche Gärten und Parks zierte. Ein Grund vielleicht, warum dieser Tulpenbaum von den Experten für den Schlossvorplatz als geeignet betrachtet wird.

Die Platanen, die als zweite Baumart ausgesucht wurden, haben sich viele Beveraner gewünscht. Sieben von ihnen werden gepflanzt. Und auch für sie gibt es jeweils ein eigenes Quartier. Was von oben wie eine einfache Grünfläche aussieht, ist eine in Beton gefasste, nach unten natürlich offene Wanne mit Dränage und Wurzelbelüftung. Ein nicht billiger Aufwand, der den Bäumen ein optimales Wachstum ermöglichen soll.

Entscheiden musste sich Beverns Bauausschuss am Dienstag auch für die richtige Beleuchtung. Das Modell „Madrid“ gefiel den Ratsmitgliedern am besten – fast 30 Lampen werden für den gesamten Bereich gebraucht. Entscheidend war neben dem Aussehen die Technik: Auch nachts soll der Platz nicht ganz dunkel sein – einige Lampen können quasi gedimmt werden. Anthrazit-farben wie die Lampen sind auch die Absperr- und Versorgungspoller für Strom und Wasser, die der Ausschuss auswählte.

Dazu passen sollen wiederum die anzufertigenden Info-Tafeln. Ein weiteres Gestaltungselement ist der Fahrrad-Ständer „Swing“, nur 65 Zentimeter hoch und in Form eines einfachen Bügels. Sieben davon werden direkt vor der Schloss-Brücke stehen, acht auf dem Supermarkt-Parkplatz. Und wer sein Zweirad ganz sicher unterbringen möchte, kann die neuen Fahrradboxen neben dem Jugendzentrum nutzen. Neun Käfige stehen darin bereit, abzusperren mit den Fahrradschlössern der Nutzer. Und in die Box integriert ist auch gleichzeitig das neue Wartehäuschen der Bushaltestelle. Zum Schloss hin soll eine Rankpflanze den schwarzen Käfig begrünen.

Das letzte Wort darüber hat nun der Verwaltungsausschuss des Fleckens. Wenn er den Empfehlungen des Bauausschusses zustimmt, kann die Ausschreibung in Gang gesetzt werden.

Der letzte große Bauabschnitt hinter der Post und vor dem Jugendzentrum – ausgenommen natürlich der noch bis Juli vom Bürgerentscheid „geschützte“ Parkplatz – wird jetzt in Angriff genommen.



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