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Tündern – Die Menschen, das Dorf, der Verein

Hameln (kv). „Tue Gutes und rede darüber!“ sagt Udo König, alias Vidking. Im Wesio-Blog und unter dem Video „Herbst in Tündern“ stellt er die Aktivitäten des Vereines vor: „Das Dorfmuseum Tündern ist ein wesentlicher Bestandteil der Kulturarbeit in Tündern. Unter der Leitung und Koordination von Frau Gertrud Wollenweber haben viele Einwohner Tünderns am Aufbau ihres Dorfmuseums mitgewirkt. Agnes Tönebön übertrug damals das Gebäude der Tönebön-Stiftung als Schenkung. Der Verein Tundirum erwarb im Januar 2006 die Eigentumsrechte und betreibt es nun in voller Verantwortung selbst. Das Dorfmuseum gehört auch wegen seiner vielfältigen Kommunikationsveranstaltungen zum Mittelpunkt des dörflichen Lebens.

veröffentlicht am 07.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 14:21 Uhr

Die „Kreativen Frauen“ dekorieren Tündern. Foto: Tun

Der Bauerngarten ist in einer Gemeinschaftsaktion angelegt worden. Kieswege mit Buchsbaumeinfassungen, Kräuter und Rosen sowie ein Laubengang schaffen einen harmonischen Gesamteindruck im Zusammenspiel mit dem historischen Fachwerkbau. Ein kleiner Steinwall mit Trockenpflanzen und ein „Insektenhotel“ bieten Unterkünfte für Nützlinge im Garten.

Die Tiunegels spielten bis 1998 zwanglos auf Veranstaltungen des Heimatvereins zusammen: Jahreshauptversammlung, Sommerfest und Heimatabend. Höhepunkte in den vergangenen drei Jahren: Jubiläumskonzert in der Alten Turnhalle und anlässlich der Grünen Woche in Berlin zwei große Auftritte. Zwölf Jahre gemeinsames Musizieren bringen Menschen näher, und das ist wohl das Geheimnis des Erfolges.

Das plattdeutsche Theater ist fester Bestandteil des jährlichen Veranstaltungskalenders in Tündern. Auf dem

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herbstlichen Heimatabend wird seit Anfang der neunziger Jahre auch plattdeutsches Theater dargeboten. Die humorvollen Stücke schreibt die tündernsche Landwirts-Frau Marlies Albrecht-Lübbe ihren Mitspielern auf den Leib.

Die Museumskinder: Im Jahre 2004 wurde diese Vereinssparte gegründet. Unter der Leitung von Doris Habenicht treffen sich alle vier Wochen über 50 Kinder, um vielfältige Aktivitäten durchzuführen. Unser Ziel ist es, den Tündernschen Kindern die heimatliche Geschichte näher zu bringen und mit der dörflichen Kultur vertraut zu machen; das soziale Miteinander zu fördern; Jung und Alt zusammen bringen und viel Spaß miteinander zu haben.

Männergruppe Tundirum: Die Väter der Museumskinder treffen sich regelmäßig in dieser jüngsten Sparte. Seit dem Sommer 2006 treffen sie sich zu gemütlichen Herrenrunden sowie kulturellen Besuchen und Freizeitaktivitäten. Da viele von ihnen Väter sind, unterstützen sie auch die Kindergruppe. Selbstverständlich sind dazu auch die Männer herzlich willkommen, die keine Kinder im Verein haben.

Die Muse Frouwen sind die Mütter der Museumskinder. Über 30 Frauen treffen sich jeden vierten Freitag im Monat, manchmal im Museum, um zu klönen und nett beisammen zu sein, oder sie unternehmen etwas in und außerhalb von Tündern. „Muse Frouwen“ ist altdeutsch und bedeutet Museumsfrauen. Bei Festen und Vereinsaktiviäten kümmern sie sich um Salate, Bratwurst, Kaffee und Kuchen.

Die Gesangsgruppe trifft sich seit der Gründung des Heimatvereins im Jahre 1974 unter der Leitung von Frau Gertrud Wollenweber regelmäßig zu Übungsabenden. Sie ist bei dörflichen Feiern, Bestandteil des Musikprogramms.

Die plattdeutsche Gruppe

wird von Gerti Wollenweber organisiert. An jedem vierten Freitag im Monat treffen sich Mitglieder des Heimatvereins, um sich in dieser deutschen

Sprachform gemeinsam neue und auch alte Geschichten zu erzählen.

Die „Wanderer“ gibt es schon seit der Vereinsgründung. Ihre Touren und Wanderwochen sind stets öffentliche Wanderungen bis etwa 15 Kilometer. Jedermann ist herzlich eingeladen.

Die Feinbäcker: In vergangenen Zeiten hatte jeder Bauernhof seinen eigenen Backofen. Dieser wurde wegen der Brandgefahr abseits des Wohnhauses betrieben. Mit dem Anbau eines „Backhauses“ an das Dorfmuseum bringt der Heimatverein den Museumsbesuchern diese frühere Lebensgewohnheit näher. Der Backofen wird regelmäßig angeheizt, um das Backen von Brot und Kuchen nach alter Tradition für jedermann zu ermöglichen. Das Backhaus wurde mit einem Dorffest im Jahr 1997 eingeweiht. Durch die Hilfe vieler Sponsoren, 25 freiwilliger Helfer, die etwa 1000 Arbeitsstunden geleistet haben, und durch die hervorragende Projektkoordination des Ehepaares Doris und Friedel Pieper findet die Dorfgemeinschaft immer wieder Gelegenheit zu fröhlichen Backfesten und Museumstagen.

Ein Dorfmuseum macht viel Arbeit. Viele fleißige Helfer treffen sich zweimal im Jahr zum großen Haus- und Hofputz. Außerdem stehen immer wieder Tätigkeiten an, die dringend durchgeführt werden müssen. Aus dem spontanen geselligen Beisammensein nach den Öffnungszeiten des Museums hat sich der Stammtisch entwickelt. Er ist in den letzten Jahren zur festen Sparte des Vereins geworden. Es ist eine für jedermann offene Gesprächsrunde, in der auch mal heftig debattiert werden darf. Eine Themenbeschränkung gibt es nicht!

Die kreativen Frauen treffen sich einmal im Monat. Sie fertigen Dekorationen an, mit denen sie jede Veranstaltung des Vereines ausschmücken. Bei Veranstaltungen unterstützen sie auch deren Organisation und Durchführung.“ Weiteres unter wesio.de/user/vidking bei

Blick auf

Tündern, von Emmern aus über die Weser. Das Dorf im Weserbogen bläst auch an diesigen Herbsttagen kein Trübsal. Foto: kv

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