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Bückeberge will gut aus den Startlöchern kommen / Jessica Biesterfeld zum TSV

TSV mit guter Ausgangsposition für das "Unternehmen Aufstieg"

Frauenfußball (pm). Eine Premiere bestimmte die Hinserie beim TSV Eintracht Bückeberge. Dass der Verein - als erster in Schaumburg überhaupt - seit dem Sommer mit drei Mannschaften am Punktspielbetrieb teilnimmt, hat viel in der Frauenfußballsparte verändert. Nicht verändert hat sich die Rolle der ersten Mannschaft in der Bezirksliga. Nach dem Wechsel in die Staffel 2 mischt der TSV wieder ganz vorn mit und hat sich in den ersten neun Spielen eine gute Ausgangsposition für das "Unternehmen Aufstieg" herausgespielt.

veröffentlicht am 01.02.2008 um 00:00 Uhr

Inka Schütt (r.) gehört zu den torgefährlichsten Angriffsspieler

"Viele beneiden uns um den großen Kader", sagt Trainer Uwe Kranz, der auch die Frauenfußballsparte der Eintracht leitet. "Die personellen Probleme bleiben aber die gleichen wie anderswo, sie haben sich nur aus der zweiten in die dritte Mannschaft verlagert." Probleme gebe es vor allem deshalb, "weil einige Spielerinnen, auf die wir uns zu Saisonbeginn verlassen haben, nicht zu ihren Zusagen stehen. Es ist also keine Rede davon, dass wir genug oder gar zu viele Spielerinnen hätten. Alle müssten voll mitziehen", sagt der Coach. Weitere Zugänge könnten die Lage entspannen. Auf Grund der erfolgreichen Jugendarbeit sieht sich der Klub aber auf jeden Fall in der Pflicht, alle drei Mannschaften zu erhalten und damit auch künftig für Spielerinnen aller Leistungsstufen eine Möglichkeit zu bieten, in einem Team zu spielen. "Es gibt nichts Schlimmeres, als wochenlang zu trainieren und nicht spielen zu können", sagt Kranz. Trotz guter Besetzung ist in der ersten Eintracht-Mannschaft in der Bezirksliga dieses Gefühl nicht unbekannt. Ende Oktober trat das Team nämlich zum bislang letzten Mal zu einem Pflichtspiel an und zeigte beim 4:0 gegen den FC Latferde eine routinierte Leistung. Anschließend ging die sichere Tabellenführung aber mangels weiterer Bewährungschancen flöten. Der TuS Schwüblingsen weist, bei inzwischen drei Spielen mehr auf dem Konto einen Zähler mehr auf und verdrängte den TSV auf den zweiten Rang. "Wir sind in der Warteposition und hoffen, dass wir gut aus den Startlöchern kommen", sagt der Trainer, der seit der Winterpause mit Jessica Biesterfeld (vormals ASC Pollhagen-Nordsehl und SG Limmer) auf eine weitere erfahrene Mittelfeldspielerin zurückgreifen kann. "Ich hoffe, dass sie so gut integriert wird, wie die Zugänge im Sommer. Da stimmte die Chemie sofort", sagt Kranz. Bei jeweils nur einer Niederlage für die beiden ersten Mannschaften stellte sich bei der Eintracht in den vergangenen Wochen allerdings ein leichter Schlendrian ein. "Vielleicht dachten einige, dass man nicht so viel tun muss, wenn es so gut läuft", mutmaßt der Trainer und fand gegenüber dem Team mahnende Worte. "Wir dürfen vor allem das Training nicht vernachlässigen. Schließlich wollen wir uns weiterentwickeln und nicht nur das vorhandene große Potenzial verwalten." Zum Auftakt am 1. März wartet auf die Wendthägerinnen mit Hannover 96 eine schwere Pokalaufgabe. Das wird aber auch ein wichtiger Formtest", sagt Kranz. Denn nur eine Woche später kommt mit den TSV Nettelrede einer der ärgsten Verfolger an den Mühlenbach.

Jessica Biesterfeld wechselte von der SG Limmer zum TSV.
  • Jessica Biesterfeld wechselte von der SG Limmer zum TSV.


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