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Dezimierte Bückeburgerinnen geben sich kämpferisch / Debüt für Stephanie Busche

TSV Eintracht Bückeberge müht sich zum 3:1-Derbysieg gegen den VfL

Frauenfußball (pm). Das Derby in der Bezirksoberliga zwischen dem TSV Eintracht Bückeberge und dem VfL Bückeburg geriet zu einer einseitigen Veranstaltung. Doch gegen nur zehn angetretene Bückeburgerinnen, die nach einer Verletzung von Lena Spitzer (52. Minute) weiter dezimiert wurden, tat sich die Eintracht unerhört schwer und kam gegen tapfer und aufopferungsvoll kämpfende Gäste nur mit viel Mühe zu einem knappen 3:1-Erfolg.

veröffentlicht am 23.09.2008 um 00:00 Uhr

Die Bückebergerin Lara Hoffmann (r.) wird von der Bückeburgerin

"Ich habe meiner Mannschaft nach dem Spiel zur Leistung gratuliert", sagte VfL-Coach Michael Prawitt. Und auch Eintracht-Trainer Uwe Kranz sprach ein Lob aus: "Der VfL hat sich trotz Unterzahl sehr teuer verkauft und uns das Leben sehr schwer gemacht." Der TSV nutzte zu Beginn die zahlenmäßige Überlegenheit spielerisch aus. Nach einem klugen Seitenwechsel stand die linke Seite für Inka Schütts Solo und das 1:0 offen (6.). Nach weiteren allerdings oft leichtfertig vergebenen Chancen ließ der Gastgeber die Zügel eine Zeit lang schleifen und begünstigten damit Vorstöße der Gäste. In der 16. Minute gelangte Nehir Kinabali am Fünfmeterraum an den Ball und schob zum überraschenden 1:1-Ausgleich ein. Die Eintracht legte den Schalter aber schnell wieder um. Und auch wenn das Team insgesamt spielerisch enttäuschte, war der Sieg nach dem erneuten Führungstor durch Lara Hoffmann (27.) in der restlichen Spielzeit nicht mehr gefährdet. Zu wenig gelang den Gästen nach vorn. Vor dem gegnerischen Tor verhielten sich jedoch die TSV-Angreiferinnen Meike Hunte, Ardiana Syla, Maxine Morast, Hoffmann, Schütt und später auch Lea Renkawitz nur allzu großzügig im auslassen der Möglichkeiten. Nach der Pause verflachte die Partie zudem zusehends. Nachdem Spitzer das Feld verlassen hatte, erzielte Jessica Biesterfeld nach einer Schütt-Ecke per Kopf das 3:1 (56.). Für den VfL traf Katja Selchow (72.) noch einmal das Außennetz. "Wir haben heute gesehen, wie schwer es sein kann, Tore zu schießen. Jetzt haben wir aber bereits vier Punkte auf dem Konto. Das ist, was zählt", sagte Kranz. In der Schlussphase feierte ein weiterer Neuzugang beim TSV sein Debüt. Stephanie Busche, im Schaumburger Land unter ihrem Geburtsnamen Reckeweg noch bestens in Erinnerung, wechselte nach einer Babypause vom Bundesliga-Aufsteiger Herforder SV zur Eintracht. TSV: Biering, Pelzer, Mensching (46. Renkawitz), Zeckel, Biesterfeld, Mathiesen, A. Syla, Schütt, Morast, Hunte (57. Busche), Hoffmann. VfL: Danziger, Spitzer, Reygers, Hävemeier, Stahlhut, Selchow, Weber, Papenheim, Bauer, Kinabali.

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