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Schlechteste Sonnentalbad-Saison seit langem / Starke Belastung für den Gemeindehaushalt / Einbußen auch für den Kiosk

Trübe Freibad-Bilanz: 40 Prozent weniger Einnahmen

Rolfshagen (la). Das Sonnentalbad ist geschlossen und damit die Freibadsaison 2007 beendet. Auf die Abschwimmparty mussten die Badegäste in diesem Jahr verzichten, weil das Bad vorzeitig geschlossen wurde. Auch das zuletzt geplante "Spiel ohne Grenzen" war ausgefallen, weil das Wetter am vergangenen Wochenende nicht einmal Spiele außerhalb der Becken zuließ.

veröffentlicht am 13.09.2007 um 00:00 Uhr

Ein Bild aus schönen Sommertagen: Nur selten war das Freibad so

Schwimmmeisterin Andrea Jagata zieht eine trübe Bilanz. "An eine so schlechte Freibadsaison kann ich mich überhaupt nicht erinnern." 40 Prozent weniger Einnahmen als im Vorjahr - "2006 war ein normales Jahr" - erzielte das idyllische Bad. Lediglich bei den Dauerkarten gab es kaum Veränderungen. "Zum Saisonbeginn haben die Badegäste ja noch nicht gewusst, dass das Wetter in diesem Sommer so schlecht wird", sagte Jagata. Allerdings hätten einige Frühschwimmer und Dauergäste auch tapfer durchgehalten und seien oft auch bei niedrigen Temperaturen gekommen, um ihre Bahnen zu schwimmen. Die schlechte Bilanz komme durch den Einzelkartenverkauf zustande. Nur 3855 Erwachsenenkarten (2006 waren es 8637), 2977 Kinder- und Jugendkarten (8327 im vergangenen Jahr) und die Hälfte der Zehnerkarten gegenüber 2006 konnte die Schwimmmeisterin in dieser Saison verkaufen. "Die Tagesgäste fehlten. Aber wer geht bei einem solchen Wetter auch schwimmen...", stellte sie nüchtern fest. Natürlich fehlen die Einnahmen auch im Gemeindehaushalt. Zwar hat Kämmerer Karl-Heinz Büthe schon vorsichtig kalkuliert, aber ein Drittel weniger, als er veranschlagt hat, ist es trotzdem geworden. Genaue Zahlen wollte er allerdings noch nicht nennen. Sicher ist jedenfalls, dass die Gemeinde Auetalihren Einwohnern den "Luxus" eines Freibades auch weiterhin bieten will. Andrea Jagata ist jetzt damit beschäftigt, das Freibad winterfest zu machen. "Das Wasser muss aus den Leitungen gelassen, die Becken und die Technik winterfest gemacht werden. Außerdem habe ich noch einiges im Technikraum zu tun, um die Schäden der Schlammmassen von dem Regenguss vor ein paar Wochen zu beheben", erläuterte Jagata. Enorme Umsatzeinbußen muss auch Melanie Aldag vom Freibadkiosk verkraften. "Es hat sich in dieser Saison überhaupt nicht gelohnt, den Kiosk zu öffnen", sagte sie. Zwar seien die Veranstaltungen gut gelaufen, aber der normale Badbetrieb sei so gering gewesen, dass mit den wenigen Badegästen auch am Kiosk kein Geschäft zu machen gewesen sei.



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