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Chef sieht Hotel und Restaurant am Klüt auf gutem Weg / Trauungen möglich

Trotz Zwangsverwaltung: Hamelns Hausberg soll zum Treffpunkt werden

Hameln (CK). Auf Hamelns Hausberg, dem Klüt, herrscht Leben. Das von den Brüdern Fard von der mittlerweile insolventen Cemag-Holding aufwendig sanierte und zu Restaurant und Hotel mit neun Zimmern umgebaute Gebäude wird nach wie vor vom ehemaligen Cemag-Finanzdirektor Horst Knuhr geführt – offenbar erfolgreich. Der musste sich lange gegen den Verdacht wehren, ein Strohmann der Fards zu sein, hat sich aber nach eigener Einschätzung inzwischen mit seinem Betrieb fest etabliert.

veröffentlicht am 06.05.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Dazu tragen nach Meinung von Knuhr nicht nur die auf ein „normales Maß heruntergefahrenen Preise“ bei, sondern auch zahlreiche Sonderveranstaltungen, darunter einmal monatlich das „Küchenatelier“, wo Gäste unter Anleitung selbst zum Kochlöffel greifen dürfen, italienischer Abend, Modenschau oder Live-Musik. Und auch das Hotel verzeichnet mittlerweile eine Auslastung, die nach Auskunft des 56-Jährigen zwischen 50 und 60 Prozent liegt.Während der Hannover-Messe etwa hätten Chinesen das gesamte Haus gemietet und haben bereits fürs kommende Jahr reserviert.

Die im Zuge der Cemag-Insolvenz abgeholte Außenbestuhlung ist dank der Hilfe eines Lieferanten inzwischen wieder komplett, bei gutem Wetter wird draußen Spanferkel gegrillt. Und um Wanderern oder Radfahrern, die im Klüt ihrem Sport nachgehen, die Hemmschwelle zu nehmen, wurde ein eigener Zugang zum Biergarten geschaffen, damit die Gäste im Sportdress nichts den Weg durchs Restaurant nehmen müssen.

Trotz dieser positiven Nachrichten plagen Knuhr aber weiterhin Sorgen: Das bis Ende März geltende Kaufangebot von 1,65 Millionen Euro hat er nicht angenommen – „dafür sind die Betriebskosten zu hoch“. So ist er nach wie vor Pächter des Hamelner Rechtsbeistands Bernhard Fahs, der wiederum Zwangsverwalter des Gebäudes im Auftrag der Sparkasse Weserbergland als Hauptgläubiger ist. Und das Pachtverhältnis kann monatlich gekündigt werden, falls sich ein neuer Investor für das Klüt-Restaurant findet.

Knuhr, der 27 Angestellte und sieben Auszubildende beschäftigt („alle machen sich stark für diesen Standort“), würde die Immobilie ja gern selbst erwerben, nur nicht zum geforderten Preis, außerdem haben sich die Verhandlungen mit heimischen Kreditinstituten hinsichtlich einer Finanzierung bisher als „ausgesprochen zäh“ erwiesen. Inzwischen führt Knuhr allerdings Gespräche mit einer überregionalen Bank und mit Förderinstituten, über seine Kreditanträge soll bis Mitte Juni entschieden sein.

Was Knuhr besonders freut: Die Stadt Hameln hat im Klüt-Restaurant ein eigenes Trauzimmer mit Panorama-Blick auf die Stadt eingerichtet. Einige Hochzeiten haben hier bereits stattgefunden, weitere sind angemeldet. Nicht zuletzt profitiert der Klüt derzeit auch von der Tatsache, dass rund um das Hochzeitshaus im Herzen der Stadt derzeit eine Baustelle ist.

Für Wanderer wurde ein eigener Eingang geschaffen: Bei schönem Wetter kann man vom Biergarten des Klüt-restaurants aus aus das Panorama genießen.

Foto: Dana



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