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15 Eltern müssen weiter warten / Jugend- und Familienausschuss diskutiert

Trotz neuer Krabbelgruppe ist der Bedarf längst nicht gedeckt

Bückeburg (rc). Was kann die Stadt für Kinder und ihre Eltern tun, damit die Betreuung der Kleinsten gesichert ist, wenn die Eltern arbeiten müssen ? Gleich mehreren Verbesserungen stimmte der Ausschuss für Jugend und Familie in seiner Sitzung am Mittwochabend zu.

veröffentlicht am 28.11.2008 um 00:00 Uhr

Betreuung im Kindergarten: Der heilpädagogische Kindergarten "Bo

Einstimmig wurde der bereits vom Verwaltungsausschuss beschlossenen Einrichtung einer zweiten Krabbelgruppe mit 15 Plätzen im Haus des Kindes zugestimmt. Wie berichtet, soll sie am 1. Februar an den Start gehen. Das Problem fehlender Krippenplätze für die Betreuung der unter Dreijährigen in der Stadt ist damit allerdings nicht gelöst. Wie das Haus des Kindes mitteilte, gibt es allein für diese Einrichtung eine Warteliste mit 30 interessierten Kindern. Was mit den anderen 15 auf der Liste passiert, blieb offen. Die Stadt mit ihren Einrichtungen sei am Ball, um bis 2012 ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen, sagte Bürgermeister Reiner Brombach im Ausschuss. Diverse Kindergärten würden über die Einrichtung weiterer Plätze nachdenken. Die Bedarfsermittlung des Landkreises habe für die Jahre 2010 bis 2012 rund 40 weitere Plätze pro Jahr ergeben. In der Jugendfreizeitstätte wird ab dem 1. Februar 2009 eine Nachmittagsbetreuung für Kinder der fünften und sechsten Klassen angeboten. Wie Stadtjugendpfleger Stefan Reinecke erklärte, gebe es eine wachsende Nachfrage von Eltern nach diesem Angebot, da der städtische Hort Kinder nach der vierten Klasse nicht mehr aufnimmt. Das Angebot geht von 13 bis 17 Uhr. Geboten wird ein warmes Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und diverse Arbeitsgemeinschaften in der JFS. In den Ferien kann die Betreuung nicht durchgängig angeboten werden. Die Kosten sollen sich auf 115 Euro pro Monat belaufen. Neueinstellungen sind nicht erforderlich. Das Angebot kann mit den vorhandenen Personalkapazitäten der JFS abgedeckt werden, da zum Beispiel das vorhandene Angebot "Aufgaben plus" mit eingebunden werden kann. "Ein wunderbares Projekt, das eine Lücke abdeckt", freute sich die Ausschussvorsitzende Anka Knechtel (SPD). Die "explosionsartige Entwicklung" derÜbermittagsbetreuung in den Kindertagesstätten ist durch das Geld finanziert worden, das die Stadt vom Land Niedersachsen pauschal als Erstattung für das letzte beitragsfreie Kindergartenjahr erhalten hat. Fast 90 000 Euro erhielt die Stadt 2008über die eigentlich entstehenden Kosten hinaus. Im kommenden Jahr soll "strukturierter" an die Vergabe der 90 000 Euro herangegangen werden. Nach wie vor ist nicht vom Tisch, dass auch das zweite Kindergartenjahr größtenteils beitragsfrei gestellt werden soll. Von den 90 000 Euro ist jedenfalls noch so viel Geldüber, dass 3000 Euro für das Projekt "Kinder als Naturforscher" bereitgestellt werden können. Kindern der Tagesstätte am Unterwallweg soll so der Umgang mit der Natur beigebracht werden. "Wir legen in frühen Jahren Verhaltensgrundlagen, damit Kinder später nicht nur vor dem Computer sitzen", umriss Bernd Schierhorn (Bündnis90/Grüne), dessen Fraktion den Antrag eingebracht hatte, die Zielsetzung. Was den Sportvereinen Recht ist, soll dem Stadtjugendring billig sein. Auch er erhält pauschal im kommenden Jahr eine Summe von 2000 Euro, die er an seine Mitgliedsvereine, die Jugendarbeit betreiben, weiterverteilen kann. Ausgenommen sind die Sportvereine, die Mitglied im Stadtjugendring sind. Die Multifunktionsanlage am Spielplatz der Grundschule Meinsen-Warber wird in zwei Abschnitten verwirklicht. Die Bodenplatte wird im kommenden Jahr gebaut. 22 000 Euro stehen dafür bereit. Fußballtore, Basketballkörbe und Ballfangzaun kommen dann im Jahr 2010 und kosten weitere 30 000 Euro.

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