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Überwiegend unveränderte Verbrauchswerte gegenüber dem Vorjahr

Trotz Gaspreissenkung heizen die Stadtwerke-Kunden bewusster

Hameln (HW). Die Jahresabrechnungen für Strom, Wasser, Gas sind verschickt – einige Kunden der Stadtwerke bekommen Geld zurück, andere sehen sich zum Teil nicht unerheblichen Nachzahlungen ausgesetzt. Eine Frage des individuellen Verbrauchs. Dabei basieren Mehrkosten nicht unbedingt auf höheren Verbrauchswerten, sondern auch auf die im Laufe des vergangenen Jahres beschlossenen Preisanpassungen.

veröffentlicht am 25.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

„Im Großen und Ganzen halten sich aber die Verbräuche gegenüber dem Vorjahr die Waage“, sagt Beate Mehren, Sprecherin der Hamelner Stadtwerke. Ein extremer Verzicht auf Strom, Wasser oder Gas, um die Kosten zu senken, sei nicht erkennbar. Allerdings gingen die Verbraucher mit den Energieträgern, insbesondere beim Gas, viel bewusster um, „denn ein Grad weniger Raumtemperatur bringt durchschnittlich sechs Prozent Heizkostenersparnis“, weiß die Sprecherin.

„Insgesamt haben wir im Jahr 2009 etwas über zwei Prozent mehr Erdgas an die Kunden abgegeben – deshalb bewegt sich der monatliche Teilbetrag überwiegend auch auf dem Niveau des Vorjahres“, so Mehren. Durch die Preissenkungen für Gas zum 1. Mai und 1. Oktober 2009 hatten die Stadtwerke Hameln ihren Kunden auch die monatlichen Gasabschläge gesenkt. „Doch viele Kunden wollen lieber ihre höheren Abschläge behalten – aus Furcht vor Nachzahlungen. Sie lassen sich zum Jahresbeginn dann lieber etwas auszahlen“, weiß Beate Mehren, die aber betont, dass die Stadtwerke auch im vergangenen Jahr die erforderlichen Vorauszahlungen effektiv kalkuliert hätten.

Einen geringfügigen Rückgang hatte der heimische Energieversorger im Strombereich zu verzeichnen, da sich auf diesem Sektor die konjunkturelle Entwicklung einiger Großkunden durch Kurzarbeit ausgewirkt habe. „Genaue Zahlen können wir aber erst nach Erstellung der Verkaufsstatistik ermitteln“, sagt die Stadtwerkesprecherin. Die Strompreise allerdings waren zum 1. Februar 2009 angehoben worden.

Bundesweit sei der Strom- und Gasverbrauch im vergangenen Jahr um voraussichtlich jeweils fünf Prozent zurückgegangen. Ursache dafür sei trotz kühlerer Witterung im ersten Quartal 2009 die insgesamt verminderte Industrieproduktion als Folge der Finanzkrise gewesen. Die weniger konjunkturell beeinflussten Verbrauchergruppen Haushalte und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen hätten allerdings insgesamt zur Stabilisierung der Energienachfrage beigetragen. Mehren: „Wir appellieren ständig an unsere Kunden, mit Energie sparsam umzugehen. Um Kosten zu sparen, und natürlich auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“



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