weather-image
19°
×

Jagdgenossen Herkendorf besichtigten Ergebnis der Flurbereinigung / Gewässerrandstreifen am Haarbach ausgewiesen

Trinkwassergewinnung gab Anstoß zur Maßnahme

Herkendorf (ubo). Zu einem gemütlichen Ausflug traf sich die Jagdgenossenschaft Herkendorf. Auf einem Anhänger besichtigten sie die neuen Gemarkungsgrenzen und Flurstücke nach der erfolgten Flurbereinigung.

veröffentlicht am 22.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 16:41 Uhr

Der Hintergrund zu dieser Besichtigung ist erheblich ernster. Wie Heinz August Löhle erläuterte, wurden die Gemarkungsgrenzen und Flurstücke neu gezogen und aufgeteilt. In Zusammenarbeit mit der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) Hannover wurden kleinere Flurstücke von Landwirten aufgekauft und zum Teil als Tauschfläche anderen Stücken zugeschlagen. Mit der Karte auf den Knien erläuterte Heinz August Löhle den Genossen die neuen Grenzen und Flurstücke.

Seit den 1980er Jahren gewinnen die Stadtwerke Hameln aus dem Haarbach mit zwei Brunnen zwischen Hemeringen und Lachem Trinkwasser. Das Wassereinzugsgebiet beträgt rund 1500 Hektar (ha). Um weiterhin „Trinkwasser ohne Aufbereitung“ zu liefern, engagierten sich die Stadtwerke gemeinsam mit den Landwirten, unter anderem am Haarbach Gewässerrandstreifen auszuweisen. Bereits im Jahr 2006 konnten die Renaturierungsmaßnahmen am Haarbach im Bereich Lachem abgeschlossen werden. Im Folgenden wurde die Flurbereinigung am oberen Haarbach vorangetrieben.

Einträge werden verhindert

„Das Verfahren wurde im Dezember 1998 eingeleitet und am 26. Mai 2009 der Abschluss festgestellt“, blickt Stefan Gauss, Vermessungstechniker der GLL Hannover, zurück. „Mit den Gewässerrandstreifen sollen die Einträge von Dünger und anderen Substanzen, wie Bodenabträge und Erosionen von den Feldern, minimiert werden“, erklärt Karl-Michael Wiehe, Abteilungsleiter Gas und Wasser der Stadtwerke Hameln, auf Nachfrage der Genossen.

Die Gewässerrandstreifen werden als Grünflächen genutzt. „Die Ziele waren, den Grundwasserschutz zu erhöhen und den Naturschutz zu verbessern“, führt er weiter aus. Gleichzeitig bot sich die Möglichkeit, eine Flurbereinigung durchzuführen. „Die Flurbereinigung hat den Charme, auch neue Wege an- und Flächen zusammenzulegen oder zu tauschen“, fügte Wiehe an.

Gemeinsam mit den angelegten Hecken, Streuobstwiesen, den Gewässerrandstreifen und extensiver Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen ist die Renaturierung des Haarbachs abgeschlossen.

Übrigens: Der Haarbach entspringt bei Pessinghausen und mündet bei Lachem in die Weser.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige