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Zurück zu den Kleinbahnzeiten: Erstes Triebwagentreffen am 29. September in der Bergstadt

Triebwagen pendeln im Takt nach Bad Eilsen

Obernkirchen (clb). Für einen Tag soll wieder Leben in den alten Bahnhof kommen. Exakt drei Monate nachdem der Betrieb endgültig eingestellt worden ist, werden dort am Sonnabend, 29. September, noch einmal die Türen geöffnet: Dann pendeln zwischen 11 und 16.30 Uhr vier Triebwagen im 30-Minuten-Takt zwischen Obernkirchen und Bad Eilsen - wie einst der Verkehr der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn.

veröffentlicht am 21.09.2007 um 00:00 Uhr

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Zum Einsatz kommen neben einem modernen Triebwagen der Bielefelder Eurobahn auch drei Züge des Deutschen Eisenbahnvereins. Alle vier Züge fahren gegen 9.15 Uhr aus Rinteln und Stadthagen los und werden gegen 9.45 Uhr den Bahnhof der Bergstadt erreichen. Dort werden sie dann getrennt und fahren in regelmäßigen Abständen nach Bad Eilsen. Zu diesem Zweck wird auch der historische Fahrkartenschalter wieder geöffnet, eine Fahrt kostet zwei Euro. Organisiert wird dieses erste Triebwagentreffen von der Vereinigten Interessengemeinschaft Schienenbus Seelze, dem Deutschen Eisenbahn-Verein, der Dampfeisenbahn Weserbergland sowie der Eurobahn Bielefeld. Die Idee zu diesem Treffen hatte Wolfgang Rogl, ehemaliger Vorsitzender des Schienenbus-Vereins. Nachdem am 23. Juni bereits zum ersten Mal ein Schienenbus auf dieser Strecke gefahren ist und die Aktionäußerst gut angenommen wurde, kam Rogl auf die Idee, ein solches Triebwagentreffen zu organisieren. "Wenn die Veranstaltung erfolgreich läuft, wollen wir sie im nächsten Jahr an Pfingsten wiederholen - in einem noch größeren Rahmen", erklärt der Initiator bei einem Pressetermin am Mittwochnachmittag, bei dem sich Vertreter aller Gemeinschaften schonmal vorab am Bahnhof getroffen haben. Anwesend waren neben Rogl auch Andreas Pehl von der Interessengemeinschaft Schienenbus Seelze, Marco Vogel von der Eurobahn, Carsten Reinhardt und Karl-Heinz Damke von der Dampfeisenbahn Weserbergland, Lokführer Gerd Wollenschläger, Sascha Sell vom Arbeiter-Samariter-Bund sowie Rolf-Bernd de Groot und Bürgermeister Oliver Schäfer für die Bergstadt. Auch einen weiteren Höhepunkt gibt es am 29. September: Bis zu acht Personen haben die Möglichkeit, auf einer alten Handhebel-Draisine aus den Zwanziger Jahren zu fahren, welche die Organisatoren am Mittwoch schonmal getestet haben. Zusätzlich kann eine Motor-Draisine der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn (Baujahr 1949) besichtigt werden, die Lokführer Gerd Wollenschläger wieder komplett hergerichtet hat. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt ein sechsköpfiges Team vom Samariterbund, welches Erbsensuppe serviert und, im Falle eines Notfalls, Erste Hilfe leistet. Die Stadt Obernkirchen bietet Rundgänge zu der Stiftskirche, dem Museum und dem Garten Brockmann an. Eventuell soll auch die alte Bahnhofsgaststätte für diesen Anlass geöffnet werden, wo Rolf-Bernd de Groot dann eine Ausstellung vorbereitet.

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