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Bauausschuss für Maßnahme am Großen Kamp

Trichter wird verengt - Tempo 30 abgelehnt

Nienstädt (gus). Die Einfahrt von der Sülbecker Straße in den Großen Kamp soll enger werden. Das ist die Empfehlung des Bauausschusses der Gemeinde Nienstädt. Tempo 30 einzurichten, wie von Anliegern gefordert, wurde abgelehnt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 11:43 Uhr

Die in der vorherigen Bauausschuss-Sitzung diskutierte Verengung der Fahrbahn etwa drei Fahrzeuglängen hinter der Einfahrt in den Großen Kamp wurde jetzt verworfen. Es sei fraglich, so die Meinung der Politiker, ob Fußgänger - insbesondere Kinder - diese auch zur Überquerung der Straße nutzen würden. Das war ursprünglich als Argument für die Verengung ins Feld geführt worden. Um beide Zwecke -Überquerung der Straße für Fußgänger sicherer gestalten und Autofahrer zum Abbremsen zwingen - zu vereinen sprachen sich die Ausschussmitglieder nach einem Meinungsaustausch mit Anliegern dafür aus, den Trichter zu verengen. Die Straßenseiten sollen schnurgerade bis zur Sichtlinie der Sülbecker Straße verlaufen. Weil dann dieüblichen Bögen wegfallen, können Fußgänger besser in die Straße Großer Kamp einsehen - und zwar ohne auf die Fahrbahn treten zu müssen. Autofahrer können künftig nicht mehr so schnell wie jetzt in den Großen Kamp einbiegen - oder in Gegenrichtung auf die Sülbecker Straße fahren. Nienstädts Gemeindedirektor Rolf Harmening sprach von einer Realisierung "eher im Spätherbst". Ferner sollen die Trennungslinien an den Niederbordgehwegen erneuert werden. Nach Angaben von Adolf Deterding, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, handelt es sich bei der Maßnahme um ein Ergebnis der Schulwegeplanung, die die Polizei gemeinsam mit Nienstädter Bürgern betrieben hat. Es sei erfreulich, dass die Ergebnisse umgesetzt werden. Von den Anliegern wurde außerdem Tempo 30 im Großen Kamp gefordert. Thomas Künzel (Grüne) sprach sich sogar dafür aus, den gesamten Bereich um die Sülbecker Straße herum zur Tempo-30-Zone zu machen. Ausschussvorsitzender Wolfgang Hoppe (CDU) erklärte, dass er grundsätzlich gegen Tempolimits sei, wenn diese nicht überwacht würden. Auf gelegentliche Tempomessungen angesprochen, meinte Hoppe, die Polizei messe nur an Unfallschwerpunkten. Der Große Kamp sei keiner. Deterding räumt ein, dass in Wohngebieten selten Unfälle passieren. Der Große Kamp sei jedoch als Abkürzungsstrecke auch von Durchgangsverkehr belastet. In Einzelfällen sei auch an solchen Punkten eine Messung denkbar. Die vor Monaten beratene Verlegung der Bushaltestelle im unteren Bereich des Großen Kamp ist zwar bisher noch nicht erfolgt, die Maßnahme jedoch in Auftrag gegeben worden, hieß es jetzt.



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