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Franz Dimke aus Steinbergen hält seit Jahrzehnten Kontakt zu Fußballern / In der Sammlung fehlt Manfred Schnellinger

Treuer Fan der "Helden von Bern" besucht Ottmar Walter

Steinbergen (ur). Alle Jahre wieder besucht der ehemalige Glashütten-Mitarbeiter Franz Dimke aus Steinbergen seine Verwandten in der Pfalz - und zu Lebzeiten von Fritz Walter führte den wohl treuesten Fan der Weltmeister-Elf von 1954 sein Weg grundsätzlich auch noch zu diesem Ausnahme-Fußballer, um Erinnerungen an die Sternstunden von Bern aufzufrischen. Bei seinem jüngsten Besuch intensivierte Dimke die Beziehung zu Ottmar Walter, dem mit 82 Jahren inzwischen ältesten noch lebenden Spieler aus dem 22er-Kader der Meistermannschaft von 1954.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 14:48 Uhr

Franz Dimke aus Steinbergen sammelt allesüber die Weltmeister-El

"Ottmar Walter empfing mich direkt in seinem Einfamilienhaus in Kaiserslautern und signierte inzwischen auch die Fotos, die ich von dieser Begegnung gemacht habe", freut sich Dimke, der auch schon mal ein Spiel von Hannover 96 besucht oder auf dem TSV-Platz in Steinbergen auftaucht, wo er selbst aktiv gespielt hatte, bis ihn gesundheitliche Gründe zur Aufgabe zwangen. Auch zu Sepp Herberger und Helmut Rahn, Hans Schäfer und Horst Eckel hielt Dimke über Jahrzehnte brieflichen und persönlichen Kontakt. Selbstverständlich hat er eine umfangreiche Kollektion von Autogrammen, Fotos und Sammelbildern. Was ihn an den "Helden von Bern" heute noch so fasziniert? "Die sind sich über Jahrzehnte treu geblieben, haben oft den Zusammenhalt gewahrt und sind immer unheimlich aufgeschlossen gewesen gegenüber den einfachen Fußballfans, ganz ohne Starallüren." Längst hat Dimke auch Kontakt zu den DFB-Spitzen gefunden - und setzt deshalb auch auf die Unterstützung von Franz Beckenbauer, fehlt ihm doch in seiner Sammlung noch ein Autogramm von Manfred Schnellinger, dem ersten deutschen Fußballprofi, der in Italien sein Fußballglück machte und seit 1958an vier Weltmeisterschaften teilnahm: "Zu dem haben auch seine Mannschaftskameraden keinen Kontakt mehr", erläutert er die Schwierigkeiten, an die Unterschrift des inzwischen in Italien lebenden Ex-Verteidigers der Nationalelf heranzukommen. Ob Dimke auch die Begegnung des aktuellen Kaders im neuen Wembley-Stadion gegen England verfolgt hat? Es ist wohl anzunehmen, auch wenn er meint: "Früher war der Teamgeist ausgeprägter!"

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