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"Ouvertüre d'Andrade" in der Hofreitschule / Deutsche Erstauflage eines Reitkunst-Klassikers

Trefflicher Rahmen für eine Buchpräsentation

Bückeburg. "Ouvertüre d'Andrade" ist die Reitkunst-Matinee am Sonntag, 19. November, um 11 Uhrüberschrieben, zu der die Fürstlichen Hofreitschule ins Reithaus einlädt. Anlass für diese Reitkunstvorführung mit Buchpräsentation und Reitkunstvorführung in der Fürstlichen Hofreitschule ist die erstmalige Herausgabe in deutscher Sprache eines ebenso berühmten wie seltenen Werkes: ManoelCarlos de Andrades "Luz da Liberal E Nobre Arte Da Cavallaria". Der Georg Olms Verlag stellt in der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg das lange erwartete Werk des portugiesischen Écuyers Manoel Carlos de Andrade vor.

veröffentlicht am 04.11.2006 um 00:00 Uhr

Die Hofreitschule verknüpft die Buchpräsentation mit einer Reitk

Das Fürstenhaus Schaumburg-Lippe ist seit dem 18. Jahrhundert eng mit Portugal verbunden, Mitte der 1760er Jahre leistete Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe die entscheidende militärische Hilfe im Befreiungskrieg Portugals gegen Spanien. Unter den Dankesgeschenken waren neben einem ganzen Stadtviertel in Lissabon auch "mehrere der prächtigsten Pferde". Die Marstallbücher weisen auch für die folgenden Jahrzehnte einen enormen Zuwachs an iberischen Pferden im Hofgestüt und der Hofreitschule in Bückeburg nach, Grundlage einer heute vergessenen Barockpferderasse, der "Bückeburger". Zu dieser Zeit führte der Oberststallmeister Dom Pedro de Alcantara e Meneses, Marquis de Marialva, die Königlich Portugiesische Hofreitschule und das königliche Hofgestüt Alter do Chão zu höchster Blüte. De Andrade war Bereiter an dieser Schule, übersetzte schon in jungen Jahren La Guérinière ins Portugiesische und überlieferte durch sein Lebenswerk, "Luz da Liberal e Nobre Arte da Cavallaria" (1790), das hier erstmals in einer anderen europäischen Sprache vorgelegt wird, die von Marialva meisterhaft betriebene portugiesische Reitkunst der Barockzeit in einem der großen Werke europäischer Reitkultur. Am 19. November ab 11 Uhr werden die Hofbereiter mit den Schulhengsten der Fürstlichen Hofreitschule die damals populären Lektionen wieder aufleben lassen, und besonders die heute vergessenen Schulen und Touren, die Arbeit an einem Pilar und die angewandte Reitkunst im Waffengarten, illustrieren. Das 1609 erbaute Reithaus wird zu diesem Zweck geheizt sein, kleine kulinarische Leckerbissen und Sekt erwarten die geladenen Gäste, Kapazitäten aus der Reiterwelt und der barocken Reiterei sowie Vertreter der Medien und diejenigen Reitkunstbegeisterten, die ihre Teilnahme rechtzeitig anmelden. Der Eintritt beträgt 20 Euro pro Person, bis zu 250 Gäste werden der Veranstaltung beiwohnen können. Anschließend gibt es Gelegenheit zur Besichtigung der Stallungen und des Marstallmuseums sowie zum Fachsimpeln über Traditionen und Schulen der Reitkunst. Reservierung: (0 57 22) 89 83 50 oder per E-Mail: info@die-hofreitschule.de

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