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Traditionsvereine aus dem Weserbergland koordinieren Termine der Oldtimer- und Treckertreffen

Treckerfreunde wollen gemeinsam stark sein

Hameln-Pyrmont (gmen). Strenge behördliche Auflagen, verwirrende Verkehrs- und Führerscheingesetze und ein ungeheurer Verwaltungsaufwand! Das sind Probleme, die auf Veranstalter historischer Trecker- und Oldtimertreffen zukommen, die zumeist mehrere Tausend Zuschauer anziehen. Im Weserbergland trafen sich die beheimateten Vereine und Interessengemeinschaften zum Erfahrungsaustausch und zur gemeinsamen Terminabsprache.

veröffentlicht am 02.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:41 Uhr

Die Vorsitzenden der Treckervereine aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont treten geschlossen in die Zukunft. Foto: Gert Mensing

Insgesamt 36 Vertreter der inzwischen 18 Clubs aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg sowie aus der Region Hannover und dem Lipperland trafen sich jetzt zum dritten Mal. Diesmal in Esperde. Heinz-Helmut Köhler hatte mit seiner Interessengemeinschaft nach Dohnsen eingeladen und war überrascht, dass fast alle Vereine der Einladung gefolgt waren.

Ziel des jährlichen Treffens, das erstmals vor zwei Jahren durch die Schlepperfreunde Hastenbeck ins Leben gerufen wurde, ist die Terminabsprache. So soll eine Überschneidung von Trecker- und Oldtimertreffen vermieden werden. Der „Saisonauftakt“ findet diesmal in Ostwestfalen (Löhne) im Mai statt. Im Juni geht es ganz in den Süden nach Silberborn. Im August folgen die Veranstaltungen in Esperde, Bakede und Wahrendahl, im September in Jeinsen (Pattensen) und Eldagsen. Nur zum Erntedankfest gibt es in Bisperode und Börry (Museum) eine Überschneidung.

„Nur gemeinsam können wir stark sein“, war im Erfahrungsaustausch der einhellige Kommentar der Vereinsvertreter. Inzwischen hat sich der Bundesverband Historische Landtechnik Deutschland e.V. gegründet. Dort strebt man eine langfristige Zusammenarbeit mit dem ADAC an. Im Sünteltal profitiert man davon bereits seit langem durch gemeinsame Veranstaltungen mit dem ADAC-Ortsclub Bakede.

Was die Treckerfreunde am meisten ärgert: Alle bundeseinheitlichen Gesetze werden von den Behörden bei jedem Amt anders ausgelegt. Was beispielsweise in Nordrhein-Westfalen geduldet wird, ist in Niedersachsen verboten und auch umgekehrt. Von Landkreis zu Landkreis werden verschiedene Gebühren verlangt. Dort muss man es genehmigen lassen, woanders wiederum nicht.

Ärgernis für die Oldie-Freunde ist das Fahrzeug-Kennzeichen. Wann kann oder darf man ein schwarzes, grünes oder rotes Nummernschild an sein historisches Fahrzeug machen und, vielleicht nur einmal im Jahr, zu einer Ausstellung fahren? Fragen, die selbst erfahrene Polizisten oder Justiziare oft erst auf Nachlesen in verschiedenen Gesetzestexten beantworten können. Schnell wird mal eine Weiterfahrt untersagt, und nach hohem Kostenaufwand stellt sich heraus, alles war korrekt. Allein die 18 Vereine aus der Weserbergland-Region vertreten knapp tausend Mitglieder. Künftig will man diese Kräfte bündeln. Die Terminabsprache für die kommenden Jahre wird künftig früher stattfinden. Schon im November treffen sich die Treckerfreunde zum vierten Mal wieder. Diesmal bei den Sünteltaler Treckerfreunden in Bakede.

Und für alle Interessierten hier die Treckertreffen-Termine: Löhne (20.-22. Mai), Silberborn (6. Juni), Unimog-Pfingstausfahrt (13. Juni), Esperde (12.-14. August), Bakede (19.-21. August), Wahrendahl (26.-28. August), Jeinsen (2.-4. September), Eldagsen (9.-11. September), Bisperode (2. Oktober), Börry-Museum (2. Oktober), Wickensen (2. Oktober).



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