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Freundeskreis Schloss Bevern war im Hirschberger Tal auf Reisen

Traumhaftes Wetter und neue Eindrücke

BEVERN. Die meiste Zeit des Jahres ist sie in Wolken gehüllt, den Schlossfreunden zeigte sich die Schneekoppe, die höchste Erhebung im Riesengebirge, vier Tage vor strahlend blauem Himmel.

veröffentlicht am 15.06.2017 um 00:00 Uhr

Die Schlossfreunde vor dem Schloss Kreisau. FOTO: KARIN BEIßNER
Beißner

Autor

Karin Beißner Reporterin

Das „Hirschberger Tal“ war in diesem Jahr das Ziel des „Freundeskreis Schloss Bevern e.V.“. Erstmalig begaben sich die Schlossfreunde damit ins nahe Ausland und bezogen Quartier in der polnischen Stadt Jelenia Gora, früher Hirschberg. „Wie wird wohl unsere erste Auslandsreise angenommen?“, hatte sich Gerhard Witzel als neuer Reiseleiter und Organisator gefragt. Eventuelle Befürchtungen waren aber unbegründet, in kürzester Zeit war die Fahrt ausgebucht.

Die erste Gruppe machte sich, wie immer mit guter Laune, am Himmelfahrtstag auf die Reise und traf nachmittags im Schlosshotel an den Teichen in Hirschberg-Stonsdorf ein. Ganz richtig, hierher kommt der bekannte Kräuterlikör. Das und vieles mehr erfuhr die Reisegruppe durch Emil Mendyk, den polnischen Reiseführer, der zwei Tage lang ein sehr kompetenter und humorvoller Begleiter war und immer wieder die deutsche Sprache auf amüsante Art hinterfragte – „Ich stehe Ihnen zur Verfügung, oder besser: Ich sitze Ihnen zur Verfügung“. Er füllte die von Gerhard Witzel ausgesuchten Programmpunkte mit Leben.

Die Schlossfreunde lernten Krummhübel kennen, das Zentrum im schlesischen Teil des Riesengebirges wo Else Ury ihre Nesthäkchen-Bücher schrieb und Rübezahl an jeder Ecke lauert. Auch die Altstadt von Hirschberg und drei Kirchen ganz unterschiedlicher Art standen auf dem Programm, die Stabkirche Wang, die Friedenskirche in Schweidnitz und die Gnadenkirche in Hirschberg. Weitere geschichtsträchtige Orte waren Kreisau, der ehemalige Besitz des Widerstandskämpfers James von Moltke, das Wohnhaus Gerhard Hauptmanns in Agnetendorf und die drittgrößte Schloss- und Parkanlage Polens, das imposante Schloss Fürstenstein. Im Park des kleineren Schlosses Lomnitz fand die Gruppe sich zum Kaffeetrinken ein. Ein zusätzlicher musikalischer Hörgenuss, ein Konzert in der Niederschlesischen Philharmonie in Hirschberg mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Ludwig van Beethoven, hatte sich ganz spontan ergeben. Auch ein Einblick in die schlesische Küche durfte nicht fehlen. Das Hotel servierte Mehlsuppe und Bigos, das polnische Nationalgericht aus Kraut und Fleisch, das allen prima schmeckte. Der Wodka hinterher machte es noch bekömmlicher. Übrigens, auf der Getränkekarte stand er an erster Stelle!

Viel zu schnell ging die Reise zu Ende, aber auf der Rückfahrt gab es noch ein Highlight, eine zweistündige Pause in Dresden. Die Zeit reichte für einen Rundgang durch die Altstadt, einen Blick in die Frauenkirche und eine Kaffeepause mit Dresdner Eierschecke auf den Brühlschen Terrassen. Zurück in Bevern waren sich die Schlossfreunde einig: Auch diese Fahrt war wieder sehr harmonisch und rundum gelungen.



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