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Ungewollte Feuerbestattung: Streit zwischen Bekanntem der Verstorbenen und Stadt geht weiter

Trauernder fordert Umsetzung der Urne

Stadthagen (gus). Der Streit zwischen Reinhard Jürgens und der Stadt Stadthagen um die ungewollte Einäscherung einer Bekannten von Jürgens (wir berichteten) geht weiter. Jetzt fordert der Trauernde die Umsetzung der Urne.

veröffentlicht am 05.12.2007 um 00:00 Uhr

Bisher hat sich die Stadtverwaltung Jürgens gegenüber unnachgiebig gezeigt. Eine schriftliche Anfrage bezüglich des Aufbewahrungsortes der Urne hat das Ordnungsamt knapp beantwortet: Sie befinde sich in einem anonymen Rasenreihengrab auf dem Friedhof "Kleine Eichen", heißt es in der Antwort. Fritz Wehling, Pressesprecher der Stadt, begründet die karge Auskunft mit dem Hinweis auf das schwebende Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Hannover. Die Stadt gehe immer noch davon aus, dass Jürgens nicht im Sinne eines Angehörigen berechtigt ist, solche Auskünfte einzuholen. Der Zweifel an der Gültigkeit einer Vorsorgevollmacht über den Tod von Jürgens' Bekannter hinaus war ausschlaggebend dafür gewesen, dass das Ordnungsamt die Einäscherung verfügt hat. Wehling räumt aber ein, dass ein versöhnlicher Satz an der einen oder anderen Stelle "unter Umständen" besser gewesen wäre. Jürgens fordert jetzt nicht nur die Bekanntgabe der Grabstelle sondern auch die Umsetzung der Urne. Über seinen Stadthäger Rechtsanwalt hat der Trauernde die Verwaltung aufgefordert, die Urne vom Friedhof "Kleine Eichen" auf den St.-Martini-Friedhof zu verlegen - auf Kosten der Stadt. Dort seien bereits Angehörige des Stadthägers beigesetzt worden, deren Gräber dieser pflege.



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