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Pastor Wieland Kastning informiert Landfrauenüber die Begleitung von Hinterbliebenen

Trauernde finden Unterstützung in der Gruppe

Bückeburg (rd). Die Novemberversammlung im kleinen Saal des Rathauses war gut besucht: Die zweite Vorsitzende Hannelore Eggelmann konnte 100 Landfrauen begrüßen. Passend zur dunklen Jahreszeit und zum Totensonntag wurde ein wichtiges Thema behandelt - Pastor Wieland Kastning sprach über das Hospiz: "Das Leben wieder leise lernen". Schwerpunkt war die Begleitung der trauernden Hinterbliebenen. Kastning berichtete mit einfühlsamen Worten aus seiner langjährigen Arbeit mit Trauergruppen. Wer einen nahen Angehörigen verloren hat, könne Beistand in einer solchen Gruppe suchen. Trauer brauche Zeit und ihren Platz. Sie müsse bewältigt und verarbeitet werden und könne dennoch nach Jahren wieder aufbrechen. Jedes Familienmitglied gehe anders mit Trauer u m.

veröffentlicht am 02.12.2008 um 00:00 Uhr

Jeder, der trauere, laufe wie ein vom Sturm zerfetztes Boot im Hafen ein. Kastning: "Die Gefühle eines Trauernden sind unberechenbar, aus dem Gleichgewicht, im wahrsten Sinne des Wortes ver-rückt". Es falle schwer zu lernen, mit dem Verlust eines Menschen zu leben. Kastning benennt verschiedene Trauerphasen und Zeiten der Trauer. Er spricht auch von fünf Körben der Trauer: des Aushaltens, des Verwandelns, des Loslassens, des Neulernens und schließlich des Tragenlernens. "Gott gibt uns die Kraft zum Weiterleben". Frau Eggelmann bedankte sich bei Pastor Wieland Kastning für den aufschlussreichen Vortrag und verabschiedete die Bückeburger Landfrauen mit einem Zitat von Roman Herzog in die Vorweihnachtszeit: "Die ganze Dunkelheit der Welt reicht nicht aus, das Licht einer einzigen Kerze zu löschen".



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