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Serie "Sportler des Jahres": Deborah Brodersen / "Sie hat eben diese Begabung"

Trainieren für den Traum von den Olympischen Spielen 2012 in England

Rinteln (cok). Dass die 14-jährige Deborah Brodersen eine ausgezeichnete Sportlerin ist, kann man sich sofort gut vorstellen: Sehr groß, mit langen Beinen und einem schlanken, trainierten Körper - man denkt sofort an Weitsprung, Hochsprung und das Lauf en. Tatsächlich liebt sie den Siebenkampf, holte sich die Landesmeisterschaft in dieser Disziplin und wurde von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz als "Sportlerin des Jahres" ausgezeichnet.

veröffentlicht am 07.02.2008 um 00:00 Uhr

Deborah Brodersen braucht für ihre sieben Disziplinen ein umfang

Sie war gerade mal fünf Jahre alt, als sie ihre Begeisterung für das Fußballspielen entdeckte, alle Spiele im Fernsehen gucken wollte und ihre Eltern bedrängte und bedrängte, damit sie selber im Verein spielen dürfte. Und dann wurde sie auch wirklich schnell eine der Besten. "Ja, die Jungs waren manchmal ganz schön frustriert, dass ein Mädchen so gut ist", meint sie. Noch immer spielt sie in der Mädchenmannschaft des Gymnasiums Ernestinum, die übrigens den zweiten Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften erreichte. Vielleicht wäre Deborah Brodersen mit all ihrer Energie beim Fußball geblieben, wenn ihre Mutter sie nicht vor drei Jahren bei der VTR angemeldet hätte. Aber es lag eben auch sehr nahe, ihr das weite Feld der Leichtathletik zu eröffnen. Mit unglaublicher Leichtigkeit gelangen schon der Zehnjährigen Weitsprünge von über vier Metern, Ballwürfe über 40 Meter hinaus. Als sie dann begann, an Wettkämpfen teilzunehmen, war es keine Frage, dass sie immer gewinnen würde, mit riesengroßem Abstand zu allen Altersgenossinnen. Und so ruhig und zurückhaltend die junge Sportlerin auch wirkt, es ist ein starker Ehrgeiz, der sie antreibt. Als sie noch Fußball spielte, sollte ihre Zukunft in der Nationalmannschaft liegen, und jetzt will sie nichts Geringeres als zur Olympiamannschaft gehören, die im Jahr 2012 nach England fährt. "Ich habe eine realistische Chance", sagt sie. "In Deutschland ist die Konkurrenz ja nicht so stark wie zum Beispiel in Amerika." Viermal in der Woche trainiert sie in Hameln, weil dort die Sportanlage so viel besser ist als in Rinteln. "Ich werde nicht dazu gezwungen, so viel zu trainieren, ich will das so!" In der Schule läuft alles gut, und zum Ausgleich für die intensive sportliche Betätigung spielt Deborah Gitarre, klassische Musik, nicht nur die Grundakkorde. Auch Krimis liest sie gerne. Wenn sie aber an ihrem Computer sitzt, dann ist klar, welches Spiel sie wählt: Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft. Der Sport ist eben doch das Wichtigste in ihrem Leben. "Wenn ich mal nicht trainieren kann, macht mich das ganz kribbelig!" Nun - sie wird ja weiter trainieren, noch mehr und intensiver als bisher. "Sie hat eben diese Begabung", meint ihre Mutter. "Es war bisher alles so leicht für sie." Wenn Deborah an ihrem Traum von Olympia festhält - und so sieht es aus - dann tritt sie im Mehrkampf an. Hochsprung und Kugelstoßen sind im Moment ihre Lieblingsdisziplinen, Speerwerfen und Hürdenlauf die größten Herausforderungen. "Ich will mich gar nicht spezialisieren", sagt sie. "Nur eine einzige Sportart, dass fände ich langweilig."



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