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Tod auf dem Heimweg: 69-jähriger Bad Nenndorfer stirbt beim nächtlichen Überqueren der B 442

Tragisches Ende eines netten Abends zu siebt

Kreuzriehe (sim/tes). Tragischer Unfall auf der Bundesstraße 442 zwischen Bad Nenndorf und Kreuzriehe. Ein 69-jähriger Spaziergänger aus Bad Nenndorf ist am Montagabend beim Überqueren der Fahrbahn in der Dunkelheit von einem Auto erfasst und getötet worden. Ein Bekannter (68) von ihm wurde schwer verletzt. Die Ehefrau des Getöteten hat den Unfall gesehen, sie erlitt einen schweren Schock.

veröffentlicht am 22.11.2006 um 00:00 Uhr

Die Polizei nimmt auf der Bundesstraße 442 den Unfall auf. Für d

Nach ersten Informationen der Polizei hatte die siebenköpfige Gruppe älteren Semesters die Bundesstraße in der Dunkelheit überquert und dabei den herannahenden Wagen übersehen. Der 43-jährige Fahrer aus Bielefeld, mit nahezu 100 Sachen unterwegs, konnte nicht mehr bremsen und erfasste zwei Männer. Der 69-Jährige war sofort tot, sein 68-jähriger Begleiter erlitt schwere Kopfverletzungen. Auch der Autofahrer wurde verletzt. Die Gruppe war offenbar auf dem Heimweg. Nach Polizeiangaben hatten die sieben Frauen und Männer in Kreuzriehe in einem Restaurant den Abend mit einem Essen verbracht. Danach gingen sie an der B 442 zu Fuß in Richtung Bad Nenndorf nach Hause. Vermutlich um eine Abkürzung über einen Feldweg zu nehmen, entschieden sich die Spaziergänger, die Bundesstraße zu überqueren. Die Polizei konnte ermitteln, dass die beiden Männer etwa 20 Meter hinter der Gruppe gingen und deshalb versucht hatten, die übrigen fünf auf der anderen Straßenseite einzuholen. Dabei übersahen sie den Firmenwagen. Spuren deuteten darauf hin, so die Polizei, dass der Audi A3 mit nicht mehrals der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde unterwegs war. Der Wagen erfasste die beiden Männer frontal, so dass der 69-Jährige aus Bad Nenndorf mit seinem Körper die Windschutzscheibe zerschlug und danach auf die Straße katapultiert wurde. Er war wahrscheinlich auf der Stelle tot. Der zweite Mann wurde am Kopf verletzt und kam nach der Behandlung durch einen Notarzt ins Krankenhaus. Der Autofahrer erlitt durch die geplatzte Frontscheibe Verletzungen an den Händen und musste ebenfalls im Krankenhaus versorgt werden. Besonders schlimm: Die Ehefrau des Getöteten hatte den Unfall gesehen, sie erlitt einen schweren Schock. Die Bekannten brachten die Frau auf eigenen Wunsch nach Hause und betreuten sie. Die Bundesstraße ist in diesem Bereich leicht kurvig. Fast genau in Höhe der Unglücksstelle erinnert seit Jahren ein Kreuz an den Tod eines Menschen. Die Bundesstraße zwischen den Orten blieb mehrere Stunden voll gesperrt. Hinweise für überhöhtes Tempo gebe es nicht, sagte Oberkommissar Armin Stöber vom Polizeikommissariat Bad Nenndorf noch vor Ort. Der Fahrer sei auch nicht alkoholisiert gewesen. Die Beamten hatten dazu einen Test gemacht. Alkoholeinfluss bei den Verunglückten schloss die Polizei ebenfalls aus.

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