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Bewegung bringt Verdauung in Schwung / Trinken: Mindestens zwei Liter

Träger Darm muss nicht sein

Landkreis (blc). Verstopfung nervt und nimmt körperliches Wohlgefühl und Lebensfreude. Nach Statistiken haben etwa 15 Prozent der Frauen und fünf Prozent der Männer Probleme mit ihrer Verdauung, wobei die Häufigkeit beim Älterwerden zunimmt. Ungesunde Lebensweise und mangelnde Bewegung lassen den Darm noch träger werden. Hier sind einige Tipps, wie man auf sanfte Art die Darmtätigkeit ankurbeln kann:

veröffentlicht am 11.06.2012 um 18:00 Uhr

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Was ist eigentlich normal? Viele Menschen fühlen sich wohl, wenn sie einmal am Tag Stuhlgang haben. Die Häufigkeit ist allerdings individuell unterschiedlich, jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Erst, wenn man regelmäßig weniger als zwei- bis dreimal in der Woche Stuhlgang hat, kann von Darmträgheit gesprochen werden.

Trinken! Ursache Nummer eins ist eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit trinken, das hält den Darminhalt geschmeidig. Der Kaffee am Morgen reicht dazu nicht aus.

Darmerziehung: Lassen Sie sich genügend Zeit für den Besuch auf dem „Örtchen“. „Verkneifen“ bestraft der Darm mit Verstopfung. Trainieren Sie den Gang zur Toilette zu festen Zeiten, am besten morgens. Das kriegt man hin, wenn man immer zur gleichen Zeit geht, auch wenn man nicht „muss“. Vorher direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser auf nüchternen Magen trinken, das regt den Darm an. In Ruhe frühstücken. Spüren Sie einen Darmreiz, sollten Sie diesem sofort nachgeben, nicht lange unterdrücken.

Gesunde Ernährung: Getreideprodukte aus Vollkornmehl sollten das weiße Mehl ersetzen. Müsli, rohes oder nur leicht gekochtes Gemüse und alle Kohlsorten liefern Ballaststoffe. Weinliebhaber sollten Weißwein bevorzugen, Rotwein wirkt stopfend. Kühles Bier wirkt verdauungsfördernd, eiskaltes Bier dagegen lähmt die Verdauung. Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch sind gut für die Darmflora und wirken durch die Milchsäure abführend. Besonders hilfreich ist Sauerkraut, am besten roh, oder auch Sauerkrautsaft.

Großmutters Tricks: Milchzucker regt die Eigenbewegungen des Darms an und sorgt für besseren Transport. Mit 10 Gramm täglich starten, langsam auf bis zu 40 Gramm steigern. Auch Trockenobst ist ein Trick. Am Vorabend einweichen und zum Frühstück essen. Hilfreich sind Leinsamen oder Weizenkleie. In Joghurt oder Müsli einrühren. Leinsamen nicht kochen oder backen, dann hilft er nicht mehr.

Bewegung hilft: Ein strammer Spaziergang täglich hilft nicht nur dem Darm, auch dem gesamten körperlichen Wohlbefinden. Der sollte mindestens eine halbe Stunde dauern. Auch Radfahren oder Schwimmen haben positive Wirkung.

Bauchmassage als Darmtraining: Eine kleine Bauchmassage ist ein weiteres gutes Mittel, um den Darm anzuregen. Mit der flachen Hand und sanftem Druck etwa fünf Minuten lang kreisförmig im Uhrzeigersinn rund um den Bauchnabel massieren. Ab und zu mit den Fingern trommelnde Bewegungen auf die Bauchdecke ausführen. Dieser Reiz überträgt sich auf den Darm.

Die gute alte Wärmflasche: Um den Darm zu entspannen, morgens eine Wärmflasche auf den Bauch legen. Dazu entspannende Musik hören und relaxen.



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