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Schnatgang Bergdorf: 40 Teilnehmer marschieren vom Gerätehaus rund ums am Harrl gelegene Dorf

Traditionspflege zwischen Pudding und Quiz

Bergdorf (jp). Ganz traditionell haben es die Bergdorfer bei ihrem diesjährigen Schnatgang gehalten. Statt der Besichtigung eines heimischen Betriebes, wie sie in den letzten Jahren immer Bestandteil eines jeden Schnatganges war, wurden diesmal, ganz dem ursprünglichen Sinne entsprechend, die Grenzen der Gemeinde abgegangen, um überall nach dem Rechten zu sehen.

veröffentlicht am 26.02.2008 um 00:00 Uhr

Und los geht's: 40 Bergdorfer machen sich auf, die Grenzen Bergd

Ortsvorsteher Gerd Vogel und Bürgermeister Reiner Brombach, der selbst nicht den ganzen Weg teilnehmen konnte, begrüßten dazu rund 40 Teilnehmer am Feuerwehrgerätehaus, unter ihnen unter anderem Ortsbrandmeister Andreas Buth und Stadträtin Rosemarie Steinert. Der diesjährige Schnatgang führte vom Treffpunkt aus zunächst am sogenannten Bergdorfer Deich entlang bis zum Gasdruckhäuschen. Entlang dieses Weges ließen die Schnatgänger nicht nur den Blick prüfend über die Ortsgrenzen schweifen, sondern betätigten sich auch als Müllsammler. Insbesondere das kleine Grünstück rund um das Gasdruckhäuschen hat sich in den letzten Monaten zu einer wahren Müllhalde entwickelt. "Hier halten offensichtlich sehr häufig Autofahrer, die ihre Abfälle einfach durchs Fenster entsorgen", so Gerd Vogel. Zurück durch die Friedrich-Drinkuth-Straße führte der Weg anschließend zum oberen Kinderspielplatz, wo sich die Schnatgänger über den Zustand des dort installierten Spielgeräts informierten. Eine kleine Rast legte die Gruppe bei Ortsvorsteher Gerd Vogel ein, bevor es über die südliche Route und die Straße Harrl zurück zum Gerätehaus ging. Dort warteten ein herzhaftes Gulasch und mehrere süße Puddingnach tische zur Stärkung auf die Schnatgänger. Ein kniffliger Quiz mit 18 Fragen rund um Bergdorf hatte Ratsfrau Rosemarie Steinert für den Schnatgang ausgearbeitet. Die Teilnehmer mussten dabei nicht nur Fachwissen über Bückeburger Geschichte und Geografie beweisen (zum Beispiel: Woher hat der Idaturm seinen Namen? Wie hoch ist der Harrl über dem Meeresspiegel?), sondern auch während des Schnatganges die Augen offen halten. Und dabei konnte es bisweilen richtig knifflig werden. Zum Beispiel, wenn nach dem Namen des letzten offiziellen Standesbeamten in Bergdorf gefragt wurde. Oder nach der derzeit aktuellen Einwohnerzahl.



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