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Scheier wählen 23-jährigen Daniel Lube zum Vorsitzenden / Keine uneingeschränkte Unterstützung

Trachtenvorstand fast vollständig runderneuert

Scheie (bus). Die Trachtengruppe Scheie hat in einem bemerkenswerten Kraftakt beinahe ihren kompletten Vorstand runderneuert. Während der im Scheier Dorfgemeinschaftshaus abgehaltenen Hauptversammlung standen die Positionen des 1. und des 2. Vorsitzenden sowie die des Tanzwartes zur Disposition. Dass sich am Ende eines ausnehmend langwierigen Wahlvorgangs der 23-jährige Daniel Lube in der Rolle des Trachtenchefs wiederfand, kam für etliche der 35 anwesenden Stimmberechtigten ziemlich überraschend.

veröffentlicht am 05.03.2007 um 00:00 Uhr

Erik Rechenberg (von links), Frank Jäger, Reinhard Peter, Daniel

Zuvor hatte die Versammlung sich redlich bemüht, allerhand Kandidaten auf den Schild zu heben. Eine erste Vorschlagsliste umfasste acht, die zweite Zusammenstellung vier Namen. Indes stand keinem der Genannten der Sinn nach derÜbernahme der Chefrolle. Selbst ein Weckruf des als Versammlungsleiter agierenden Ortsbürgermeisters Friedrich Meyer - "keinen ersten Vorsitzenden zu finden, wäre ein Armutszeugnis" - schien zunächst nichts zu fruchten. In dieser Situation erwies es sich als wenig vorteilhaft, dass sich im Vorfeld der Sitzung offensichtlich niemand gediegene Gedanken um die Nachfolge von Mark Reinsch (1. Vorsitzender), Heiko Fernholz (2. Vorsitzender) und André Kerkmann (Tanzleiter) gemacht hatte. Die schlussendliche Besetzung der vakanten Stellen gelang im Anschluss an eine Sitzungsunterbrechung, in der sich die Aspiranten gegenseitig ihre Bereitschaft zum Mittun versicherten. Das Amt des zweiten Vorsitzenden ging an Frank Jäger (41); die Tanzleiterstelle teilen sich René Kerkmann (18) und Katharina Rechenberg (17). Kassenwart Reinhard Peter (48) und Schriftführer/Pressewart Erik Rechenberg (43) wurden in ihren Positionen bestätigt. Mehrere Enthaltungen verdeutlichten, dass das neue Vorstandsteam nicht auf die uneingeschränkte Unterstützung aller Trachtenträger setzen kann. "Enthaltung ist für mich eine klare Absage", bemerkte Lube. Die ohnehin einer Basarkungelei nicht rundweg unähnliche Veranstaltung lief bei der Wahl des Kassenprüfers vollends aus dem Ruder. Das Interesse an dieser ungemein verantwortungsvollen Tätigkeit war mit drei Bewerbern derart groß, dass es zu einer schriftlichen und geheimen "Kampfabstimmung" kam. Was prompt einen Überschuss an Wahlzetteln produzierte - die 35 Berechtigten hatten 38 Stimmen abgegeben. Nicht ganz so viele Stimmen vereinigte der Vorschlag des neuen Vorsitzenden auf sich, am Sonnabend, 21. April, um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus ein Poker-Turnier zu veranstalten. Das Angebot befanden nur etwa zwei Drittel der Anwesendenfür bedenkenswert. Weiterer Bericht in unserem Vereinsmagazin.



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