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Jedenfalls sieht der neue Chef das so: Werner Bremer wird für ein Jahr Vorsitzender

Trachtengruppe legt Streit bei

Lindhorst. Die Lindhorster Trachtengruppe hat eine komplett neue Spitze. Zum Vorsitzenden ist während der Mitgliederversammlung Werner Bremer (73) gewählt worden.

veröffentlicht am 07.02.2016 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 07.02.2016 um 22:27 Uhr

Autor:

Stefan Rothe

Der Neubesetzung waren, wie berichtet, in der jüngeren Vergangenheit heftige interne Streitigkeiten vorausgegangen, in deren Folge vor einer Woche die bisherige Vorsitzende Ilka Kobel zurückgetreten war. Bremer bekundete am Sonntag auf SN-Anfrage: „Es gibt keine Zwistigkeiten mehr.“

Während der mit 109 Mitgliedern äußerst gut besuchten Versammlung traten auch die beiden anderen Vorstandsmitglieder Gunnar Heine und Nadine Klose zurück. Heine gab dafür unter anderem gesundheitliche und Klose berufliche Gründe an.

Für beide wurden Nachfolger gefunden. Das gelang bei intensiven Gesprächen während einer Sitzungsunterbrechung. Den Vorstandsposten „Trachten“ übernimmt Heide Kutil, das Vorstandsamt „Finanzen“ Roland Hannich. Alle drei Vorstandsmitglieder wurden nahezu einstimmig gewählt. Den neuen Amtsträgern war vor ihrer Wahl die breite Unterstützung aus den Reihen des Vereins zugesichert worden.

Bremer, seit 48 Jahren in der Trachtengruppe, war in den achtziger Jahren schon einmal deren Vorsitzender gewesen. Zudem ist er Ehrenvorsitzender der 300 Mitglieder umfassenden Gruppe. Er ließ sich bewusst nur für ein Jahr wählen. „Das soll möglichst eine Übergangsphase sein, in der ein Jüngerer für die Nachfolge gesucht werden soll“, berichtete er. Er habe sich zur Übernahme des Amtes entschlossen, „weil sonst keiner dazu bereit war“.

Bremer sagte dazu weiter: „Viele der Jüngeren wollen zwar im Verein aktiv sein und viel tun, aber sich halt an kein Vorstandsamt binden.“ Es sei geplant, die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen. So sei es möglich, dass sich der Vorstand für bestimmte Aufgaben Beisitzer bestellt.

Der neue Vereinschef räumte ein, dass es „in der letzten Zeit Auseinandersetzungen und gewaltige Meinungsverschiedenheiten“ gegeben hat. „Das alles ist mit dieser Versammlung jetzt aber aufgelöst“, bekundete Bremer: „Es besteht Einigkeit darin, den Verein gemeinsam wieder auf Vordermann zu bringen.“

Die Presse war in der Versammlung ausdrücklich nicht erwünscht. Aus den Reihen des alten Vorstands war im Vorfeld zur Begründung gesagt worden, auf der Versammlung sei mit Streitigkeiten zu rechnen.



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