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Open-Air in Hannover am 25. Mai

Total unter Strom: 70 000 Rock-Fans wollen zu AC/DC!

Hannover. Dieser kleine, drahtige, hässliche Kerl wieselt in Schuluniform über die Bühne. Poltert rücklings und total verschwitzt über den Boden und bearbeitet seine E-Gitarre wie von Sinnen. Das ist das Markenzeichen von Angus Young, dem australischen Derwisch mit schottischen Wurzeln, der der Hardrockband AC/DC seinen Stempel seit den siebziger Jahren aufdrückt. Kein Kind von Traurigkeit, nee, ganz bestimmt nicht, hektoliterweise hat er gesoffen und raucht wie ein Schlot im Ruhrgebiet, aber der Kerl meint das ganze Gehabe wirklich ernst. Der ist ein Rock’n’Roller durch und durch. Mann, die Welt soll froh sein, dass es solche Typen gibt. Wer will denn den Job sonst machen…?

veröffentlicht am 18.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:23 Uhr

Angus Young in Aktion: Der Lead-Gitarrist von AC/DC steht immer
Jens Meyer

Autor

Jens Meyer Leiter Redaktion PR- und Sonderthemen zur Autorenseite

Die Adern in seinen Armen sind zum Bersten geschwollen, die Oberlippe hat er wie ein Fiesling linksseitig nach oben gezogen. „Hells Bells“. Die Glocken der Hölle ertönen in brachialem Sound. Angus Young greift abermals in die Saiten. Aus seinem Intro wird ein musikalisches Beben. Vorne am Bühnenrand steht breitbeinig Sänger Brian Johnson und röhrt ins Mikro, als wenn morgen die Welt unterginge. Phil Rudd schlägt auf die Drums ein, Bassist Cliff Williams und Gitarrist Malcolm Young zupfen vergleichsweise stoisch die Saiten ihrer Instrumente. Wenn diese fünf Verrückten nicht auf dem Highway To Hell unterwegs sind, auf welchem Trip sind sie denn dann?

AC/DC sind zurück! Back mit „Black Ice“. Seit ziemlich genau 14 Monaten schon, denn damals, im Oktober 2008, erschien ihr neues, vor Kraft strotzendes, fiebriges, pulsierendes Rockalbum „Black Ice“ mit einem Donnerschlag. Die Tour folgte, die Konzerte in diesem Jahr waren nach wenigen Stunden ausverkauft. Aber wenn AC/DC mal ordentlich auf die Sahne hauen, dann gibt’s immer Nachschlag – und so wird die „Black Ice“-Tournee im kommenden Jahr weitergeführt. Auch Hannover steht auf dem Tourplan. Der Kartenvorverkauf für das Open-Air-Konzert am Dienstag, 25. Mai 2010 auf dem Expo-Gelände hat begonnen (Tickets siehe Hinweis „Ticket-Service“).

Insgesamt stehen vier Open-Air-Shows in Deutschland auf dem Plan. Es musste so kommen, denn die zurückliegenden Shows waren – nicht nur deutschland- sondern weltweit – ausverkauft. Für die 2010er-Konzerte wird ein ähnlicher Hype erwartet; gottlob ist auf dem Messe-Gelände in Hannover Platz genug für viele, viele, viele Fans. „Wir rechnen mit bis zu 70 000. Das Open-Air-Areal auf dem Messe-Gelände ist mit seiner hervorragenden Infrastruktur optimal für diese Größenordnung. Wir freuen uns sehr, dass wir die Pläne in Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover und der Messe AG realisieren konnten. Dass wir nun für AC/DC den Zuschlag bekommen haben, freut uns für die Fans aus unserem riesigen Einzugsgebiet“, sagt Michael Lohmann von Hannover Concerts.

Also dann: Herzlich willkommen, Ihr verrückten Typen aus Down Under. Gerade Hannover hat Euch viel zu verdanken. War es doch einst die Gruppe AC/DC, die sich in Cleveland an den Scorpions kaum satthören konnte – und ihnen den Weg ebnete für eine tolle Karriere. Aber das ist eine andere Geschichte – blättern Sie um…

Schon die „Stiff Upper Lip“-Tournee führte im Jahr 2001 in die Landeshauptstadt – erst in die TUI-Arena, dann ins damalige Niedersachsen-Stadion. Die Fans aus Hannover und dem Umland stehen auf die australische Rockband.

Foto: jhr



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