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Mitglieder des Vereins Weserbergland Tourismus geben Geld für die Umsetzung des neuen Konzeptes

Tor in die touristische Zukunft ist aufgestoßen

Weserbergland (ni). Das Tor in die Zukunft des „Tourismus im Weserbergland 2015“ ist geöffnet. Gestern Vormittag erklärte sich eine deutliche Mehrheit der Mitglieder des Verbandes Weserbergland Tourismus (WT) bereit, die Kosten für die Umsetzung des touristischen Masterplanes zu tragen, den das Europäische Tourismus Institut der Uni Trier (ETI) für die Region entwickelt hat.

veröffentlicht am 14.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 19.04.2010 um 11:09 Uhr

Schlummernde Potenziale des Weser-Radweges können jetzt gehoben

Das ETI-Gutachten hatte den Verantwortlichen vor Ort in einer schonungslosen Analyse des Ist-Zustandes die Augen geöffnet für die Defizite der Tourismus-Region Weserbergland. Alleinstellungsmerkmale, Erlebnis- und Qualitätsniveau seien eher unterdurchschnittlich, Rad- und Wanderwege mit erheblichen Mängeln behaftet, viele Hotels sanierungsbedürftig, gastronomische Angebote ohne Pfiff und freundliche Gastgeber auch nicht die Regel. Was und wie man es besser machen kann, haben die Forscher ebenfalls aufgezeigt. Ihr Konzept gefiel, hatte aber einen Haken: Für seine Realisierung müssten die Mitglieder des Verbandes 1,2 Millionen Euro aufbringen.

Die finanzielle Absicherung des Konzeptes stand gestern bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des WT in Holzminden auf der Tagesordnung – und gelang. Fast 82 Prozent der Mitglieder stimmten der erforderlichen Erhöhung der Beiträge zu. Nahezu verdoppeln werden die sich bis einschließlich 2012, danach sogar das 2,7-fache des derzeitigen Betrages ausmachen. Die Steigerung erklärt sich dadurch, dass das Land Niedersachsen für das Projekt 300 000 Euro verteilt auf drei Jahre in Aussicht gestellt hat und das notwendige Beitragsaufkommen vorübergehend um diese Summe reduziert werden kann. Die Zustimmung der Mitglieder zur Beitragserhöhung steht darum auch noch unter dem Vorbehalt, dass die Landesmittel auch tatsächlich fließen. Hameln-Pyrmonts Landrat Rüdiger Butte, Vorsitzender des Weserbergland Tourismus e.V, zeigte sich gestern „sehr zufrieden“ mit dem Abstimmungsergebnis. Butte: „Unsere Mitglieder haben die wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs erkannt und sind bereit, trotz schwieriger Haushaltslagen in die stärkere touristische Vermarktung der Region Weserbergland zu investieren.“ Butte geht fest davon aus, „nach diesem eindeutigen Signal an die Landesregierung“ auch die Fördermittel auf dem WT-Konto verbuchen zu können. Deren Bewilligung ist unter anderem an die finanzielle Beteiligung der Region gekoppelt. Die Stadt Hameln ist gestern übrigens auch mit ins Boot gestiegen. Ende November hatte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann noch erklärt, Hameln wolle nicht mitziehen. Das Konzept mit dem Schwerpunkt Wandern und Radwandern gehe an Hamelns Bedürfnissen vorbei, so ihre Begründung damals. Die Stadt müsse sich vielmehr auf die Bustouristen konzentrieren und zusehen, dass sie sich im Wettbewerb mit anderen Städten behaupte.

Mit dem zusätzlichen Geld will die Region sich vor allem über die Themen Weser-Radweg und Weserbergland-Wanderweg positionieren. Darüber hinaus soll das Thema historische Städte als potenzielles Zukunftsthema behandelt werden. Bereits im Juli will WT-Geschäftsführerin Petra Wegener die Umsetzung verschiedener Projekte in Angriff nehmen. „Unter anderem wollen wir die Zertifizierung des Weserbergland-Wanderweges als Qualitätsweg vorantreiben, denn hier schlummert noch ein großes Potential für die gesamte Region, das wir nun nutzen können“, so Wegener.



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