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Piñatas in Mexiko, Käserollen in Holland, Ferraris in Italien / "Der Aufwand ist riesig" - der Erfolg auch

Tolle Premiere: 700 Kinder reisen um die Welt

Rinteln (crs). Es war eine Premiere, die ganz dringend nach Wiederholung verlangt: Gestern Nachmittag habenüber 700 Rintelner Kinder ein fröhliches, buntes, spannendes und rundum gelungenes Weltkindertagsfest gefeiert. Mehr als 20 Stände rund um die Marktkirche St. Nikolai widmeten sich auf Einladung von Pro Rinteln an diesem Tag allein den jüngsten Einwohnern der Stadt und luden zu einer Weltreise ein.

veröffentlicht am 21.09.2007 um 00:00 Uhr

Was "Piñata" ist, das haben die Kinder am Mexiko-Stand des Studi

Eine Einladung, die Jan-Ole Roska und Therese Kobelt nur zu gerne annahmen. Gemeinsam mit Jan-Oles Mutter machten sich die beiden Vierjährigen, bestens ausgerüstet mit einem der von Pro Rinteln herausgegeben "Reisepässe", auf die Weltreise. Und wo hat's ihnen am besten gefallen? "Bei der Schlange!", strahlt Therese und zeigt stolz ihren rechten Arm, auf den am "Kurdistan"-Stand des Klabauternests ein gefährlich buntes Tier gemalt worden ist. Und ihr Freund Jan-Ole ist vor allem begeistert von der bunten Dekoration an vielen Ständen: "Die Luftballons sind toll", sagt der Vierjährige - und weiter geht's, auf ins nächste Land. Zum Beispiel nach Kanada. Das wird vom Kinderschutzbund repräsentiert, der mit der beim Sonnenblumenfest vor zwei Wochen erstmals erprobten Rollbahn eine rasante Bob-Fahrt anbietet - etliche Kinder reihen sich geduldig in die lange Schlange ein. Direkt nebenan bietet der Kindergarten Engern mit Erzieherin Sabine Schinz und Praktikantin Lina Olikowski ein sportliches Tanzprogramm an, in den Nationaltrikots der Löw-Elf selbstredend - Deutschland als Sport-Land ist das Thema. Die Jesus-Gemeinde lädt bei albanischer Musik zu landestypischem Gebäck und zum Flaggen-Malen ein, die katholische St.-Sturmius-Gemeinde informiert mit einem Kaffee-Parcours über Brasilien, und die Polizei repräsentiert Großbritannien - "auch weil die englischen ,Bobbys' solche Sympathieträger sind", erläutert Polizeiobermeisterin Bianca Hartmann, "wir wollen schließlich, dass die Kinder die Polizei als Partner sehen und keine Angst vor uns haben." Anna Strüve hat kein bisschen Angst vor der Polizistin: Begeistert lässt sich die Sechsjährige ihren Fingerabdruck nehmen. Die Lebenshilfe entführt die Kinder mit ihrer "Ferrari-Teststrecke", den Wahrnehmungsspielen rund um die Nudel und einem Städte-Quiz nach Italien. Bei dem Zuordnen der Städte auf die große Italien-Karte geraten allerdings selbst manche Eltern ordentlich ins Schwitzen. "Ganz schön schwer", räumt auch Heike Grunwald von der Lebenshilfe lachend ein. Schräg gegenüber lädt Ismail Alina Kinder und Eltern zu türkischen Snacks ein: "Börek und Baklava haben wir hier zum Beispiel, alles selbst gemacht!" Die Jugendgruppe der türkisch-islamischen Gemeinde gibt mit den Spezialitäten ihres Landes und einer Folklore-Vorführung kulinarische und optische Einblicke in die Türkei. Einem ernsten Aspekt des Weltkindertags widmen sich die BBS-Schüler der Fachschule Sozialpädagogik mit ihrem Indien-Stand. "Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass es in vielen Ländern Kinderarbeit gibt und nur unzureichende Schulbildung", erklären die angehenden Erzieher Hauke Schmidt und Lars Hille. Ihnen hat die Vorbereitung auf den Weltkindertag selber viel Spaß gemacht: "Wir haben viel gelernt dabei." Rundum begeistert von dem Weltkindertag war Chef-Organisatorin Annette Achilles. "Mit wie viel Begeisterung die Kinder Stempel gesammelt haben, das ist einfach toll!", bedankt sie sich bei sämtlichen Institutionen und Sponsoren - Wesergold hatte die Schlüsselbänder für den Reisepass zur Verfügung gestellt - für das Engagement: "Der Aufwand ist riesig, ich weiß das." Weil mit über 700 Kindern aber alle Hoffnungen übertroffen wurden, denkt Annette Achilles schon jetzt über eine Neuauflage nach. "Das soll zur ständigen Einrichtung werden." Dass in Rinteln aber irgendwie immer Kindertag ist, hatte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz schon bei der Eröffnung betont. "Und wenn Ihr mal was auf dem Herzen habt", hatte er den Kindern gesagt, "dann kommt Ihr einfach im Rathaus vorbei. Ich lade Euch herzlich dazu ein."

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