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Bewerber für das Nenndorfer Jugendparlament stehen fest

"Toll, dass wir jetzt auch mal gefragt werden..."

Samtgemeinde Nenndorf (tes). Am 20. und 21. Februar wird in Nenndorf zum ersten Mal ein Jugendparlament gewählt. Schon im ersten Anlauf ist es gelungen, Bewerber aus der ganzen Samtgemeinde zu finden. Neun der zwölf Kandidaten haben sich im Rathaus vorgestellt.

veröffentlicht am 09.02.2008 um 00:00 Uhr

Die Nenndorfer Kandidaten: Adrian Husmann (14, Hohnhorst), Patri

Die Nachwuchs-Parlamentarier sollen sichöffentlich für die Belange der Jugend in der Samtgemeinde einsetzen und deren Vorschläge, Kritik und Fragen in die kommunalpolitische Diskussion einbringen. Parteiunabhängig erhalten Jugendliche so die Möglichkeit, an der politischen Willensbildung zu partizipieren. "Alles was möglich ist, wollen wir umsetzen", versprach Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese und lobte die Kandidaten: "Diese Aufgabe zeigt Engagement." Junge Bürger können künftig bei Problemen und Wünschen ihre eigenen "Abgeordneten" ansprechen. Sieben Mädchen und fünf Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren treten an. Diese besuchen das Gymnasium Bad Nenndorf, die Stadtschule Rodenberg oder die KGS Barsinghausen und sehen ihre Rolle als Sprachrohr für die Belange der Jugend. "Toll, dass wir jetzt auch gefragt werden", sagte Mona Ehlers. Die erfolgreiche Jugendversammlung in Haste, in deren Folge die Wünsche der jungen Bürger vom Rat umgesetzt wurden, hatte die 17-Jährige für eine Kandidatur motiviert. "Die Skateranlage zeigt doch: Mitreden bringt was." Das Thema "Halfpipe" hinter dem Nenndorfer Bahnhof will Artur Weidenkeller auf den Tisch bringen: Das Gelände könnte attraktiver gemacht werden. Zudem setzt sich der 16-Jährige für die Förderung von Nachwuchsmusikern ein. Sabrina Striegel plant, das Jugendzentrum bekannter machen. Gwendoline Hoffmann will sich jetzt bei Mitschülern umhören: "Was wollt ihr genau?" Übereinstimmendes Ziel der Kandidaten ist es, Nenndorf jugendfreundlicher zu machen. Gefragt sind mehr Freizeitaktivität - von der Teeniedisco bis zum Ausbau der Bolzplätze. "Wir brauchen mehr Sportangebote und Nachmittagsbetreuung in den Schulen", sieht Patrick Mynarek hier ebenso Handlungsbedarf wie Artur Illi, der sich zudem sozial engagieren will "durch Spendenaktionen für die ,Tafel' oder für sozial benachteiligte Kinder". Ein großes Anliegen sind bessere Bahn- und Busverbindungen in die Ortsteile. "Die sind sehr schlecht. Wenn ich den Bus verpasse, muss ich zwei Stunden warten", so KGS-Schüler Adrian Husmann aus Hohnhorst. Als Motivation zum Lernen hat Kati Sali Salim ein positives Beispiel aus Bulgarien mitgebracht: "Ein Stipendium als Belohnung für einen guten Notendurchschnitt." Die Samtgemeinde wird die Gesichter der Kandidaten auf einem Plakat veröffentlichen. "Uns ist sehr daran gelegen, dass ihr bekannt werdet", sagte Reese: "Wir sind nach der Wahl eure Ansprechpartner." Am 20. Februar sind in Nenndorf die Wahlberechtigten im Alter von 14 bis 17 Jahren aufgerufen, ihre Stimme für die elf Vertreter in einem der Wahllokale abzugeben. Diese befinden sich im Gymnasium Bad Nenndorf, der Stadtschule Rodenberg, der IGS Stadthagen und der KGS in Barsinghausen. Am 21. Februar von acht bis 18 Uhr kann im Rathaus gewählt werden.



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