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Polizei entdeckt Axt unweit des Leichenfundorts / Haftbefehl wegen Totschlags: 54-Jähriger in JVA Bückeburg

Tödlicher Ehestreit: Karl-Heinz B. legt Teilgeständnis ab

Hohenrode (crs). Karl-Heinz B. aus Hohenrode hat ein Geständnis abgelegt - zumindest zum Teil. Noch am Sonntagabend hat der 54-Jährige bei polizeilichen Vernehmungen eingeräumt, im Verlauf eines Streits mit einer Axt auf seine Ehefrau (45) eingeschlagen zu haben. Zu den genauen Umständen und zu seinen Motiven schweigt der gelernte Buchhändler jedoch.

veröffentlicht am 20.02.2007 um 00:00 Uhr

Wesentlich mitteilungsbedürftiger zeigte sich B. gestern Nachmittag vor dem Amtsgericht Rinteln: "Heil Satan!", rief der seit mehreren Jahren von Sozialhilfe lebende Mann mehrmals laut aus, nachdem der Haftrichter Haftbefehl wegen Totschlags erlassen hatte. Jetzt sitzt B. in der JVA Bückeburg ein. Noch in der Nacht zuvor führten Hinweise des Täters die Polizei zum Tatwerkzeug. Die Axt lag etwa fünf Meter von der Leiche entfernt am Waldrand, vom Täter im Gestrüpp verborgen. Das Tatwerkzeug passt zum Obduktionsbericht: Der Tod ist durch "massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf" eingetreten. Gestern war erneut ein Team der Spurensicherung in der Wohnung am Liethweg. Die Spezialisten suchten nach Blutspritzern und weiteren Spuren, die die Aussage des 54-Jährigen stützen oder widerlegen könnten. Nach Auskunft der Polizei war die Wohnung zwar nicht aufgeräumt, bot aber auch keine Spuren eines Kampfes. "Wir gehen davon aus, dass der Täter Blutspuren nach der Tat beseitigt hat", erläutert Pressesprecherin Gabriela Mielke. Karl-Heinz B., nach Polizeiangaben ebenso wie seine Frau starker Alkoholiker, soll zum Tatzeitpunkt alkoholisiert gewesen sein. Seine Tochter hat die Tat zum Teil mit eigenen Augen miterlebt: "Bei den ersten Schlägen war die elfjährige Tochter noch mit im Raum", sagt Gabriela Mielke. Danach hatte das Mädchen den Raum verlassen, die eigentliche Tötungshandlung musste es nach Polizeiangaben nicht mitansehen. Der siebenjährige Sohn war zur Tatzeit zwar im Haus, aber nicht unmittelbar im Wohnzimmer dabei. Die Kinder sind zurzeit bei Verwandten untergebracht. Beide sind stark traumatisiert, sie stehen weiter unter psychologischer Betreuung.



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