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"Roter Faden" für Senioren in Arbeit / Im März aktuelle Zahlen zum demographischen Wandel

Töchter und Schwiegermütter pflegen Senioren

Rinteln (wm). Das Zusammentragen von Informationen für Familien im weitesten Sinne und der Aufbau eines Netzwerkes waren mit Schwerpunkte der Tätigkeit der Rintelner Gleichstellungsbeauftragten Kirstin Büthe im Jahr 2006 und im Vorjahr. Einen entsprechenden Bericht hat Kirstin Büthe, seit Januar 2006 im Amt, jüngst dem Rat vorgelegt.

veröffentlicht am 04.01.2008 um 00:00 Uhr

Kirstin Büthe

Dem "Roten Faden", der alle Institutionen und Vereine auflistet, die für Familien von Belang sind und in Notfällen helfen oder Beratung anbieten können, soll in diesem Jahr ein "Roter Faden" für Senioren wie Behinderte folgen. Der hat, sieht Kirstin Büthe ganz realistisch aus der Erfahrung ihrer Arbeit, durchaus auch mit Frauen zu tun, denn die Schwiegermütter oder Töchter seien es meist, die sich in den Familien um pflege- oder hilfebedürftige Seniorenkümmern müssten. Ein weiteres großes Thema sie die Entwicklung in den Kindergärten. Im März will Kirstin Büthe einen detaillierten Bericht mit neuen Zahlen vorlegen. Denn der viel beschworene demographische Wandel ist auch in Rinteln in vollem Gang, die Zahl der Geburten sinkt dramatisch. Kirstin Büthe will dafür plädieren,die Öffnungszeiten in den Kindergärten flexibler zu gestalten und mehr Gruppen für Kleinkinder einzurichten, was wiederum davon abhängt, wie viele Eltern konkret einen Krippenplatz brauchen - im Gegenzug, damit das finanzierbar bleibt, dafür mehr auf Zentralisierung setzen. Gleichzeitig hat sie eine Liste erstellt, in der die Geburtenzahlen den Ortsteilen zugeordnet werden, um Diskussionen wie um die Schließung des Spielkreises Uchtdorf zu versachlichen. In beiden Jahren sind unter ihrer Regie spannende wie gut besuchte Informationsveranstaltungen angeboten worden, soüber Gewalt in Familien, über Mobbing am Arbeitsplatz (der Vortrag fand so viel Resonanz, dass er vor Betriebsräten wiederholt worden ist) und über die Einschätzung von alltäglichen Gefahrensituationen - hier informierte die Polizei. Erkenntnis der Gleichstellungsbeauftragten hierzu: RintelnsParkhäuser sind gut ausgeleuchtet, nur an den Durchgängen - beispielsweise zum Behördenparkplatz hinter dem Rathaus - fehlen Bewegungsmelder. Mutter- und Kindparkplätze sind bereits im Zusammenarbeit mit der GVS in den Parkhäusern in der Nähe der Ausgänge ausgewiesen. Der Umgang mit der Einsamkeit ist von Mann und Frau verschieden, ebenso die Möglichkeit, Gleichgesinnte für gemeinsame Unternehmungen zu finden. Aus dieser Überlegung heraus ist ein Treffen für Single-Frauen organisiert worden und die Teilnehmerzahl steigt stetig. Kirstin Büthe bleibt Ansprechpartnerin. Zu all' der Aktivität, die Resonanz in der Öffentlichkeit findet, kommt natürlich auch eine Menge Arbeit "hinter der Bühne", wie Besprechungen mit Vertretern des Jugendamtes, Kinderschutzbundes, dem Emma-Zentrum im Kreiskrankenhaus und die Arbeit für das "Lokale Bündnis für Familie in Rinteln". Dazu kommen Beratungen in Konfliktfällen, beispielsweise bei Fragen zu Unterhaltsansprüchen, Hilfe bei der Jobsuche oder Ausbildung und Kinderbetreuung. Als brauchbares Präventionsinstrument hätten sich auch die Elternbriefe erwiesen, betonte Kirstin Büthe, weil "niedrigschwellig". In den Briefen werden Eltern auf verständliche Weise über die charakteristischen Entwicklungsprozesse, Nöte und Ansprüche ihres Kindes aufgeklärt. Kontakt: Kirstin Büthe ist mittwochs von 16 bis 20 Uhr in der Klosterstr. 19, Zimmer 108 erreichbar, unter Telefonnummer (05751) 403-165 oder per E-Mail: k.buethe@rinteln.de .

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