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Apelerner Theaterjugend "New Generation" probt Krimikomödie / Premiere am Sonntag / Männer bleiben aus

"Tod im Rampenlicht": Mädchen spielen Männerrollen

Apelern/Lauenau (nah). Zehn junge Leute sind von Bühnenatmosphäre fasziniert. Als Nachwuchsensemble "New Generation" der Apelerner Laienspielgruppe proben sie seit Wochen an einem neuen Stück. Vor einigen Monaten hatten sie ein viel beachtetes Debüt; nun haben sie sich einer zweiten Herausforderung angenommen: Mit einer Krimikomödie feiern sie am Sonntag, 9. November, Premiere im Lauenauer "Sägewerk".

veröffentlicht am 07.11.2008 um 00:00 Uhr

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Schlag auf Schlag geht es in diesen Tagen bei den Theaterleuten der Riesbachgemeinde. Heute hebt sich für die "Großen" der Vorhang zur neuen Spielzeit. 24 Stunden später wollen sie ihr 25-jähriges Bestehen würdigen. Und am Sonntag werden sie natürlich dabei sein, wenn die nächste Generation um 19 Uhr auf der Bühne steht. "Tod im Rampenlicht" heißt das rund zweistündige Stück, das durchausvom Inhalt wie von der Darbietung als tüchtige Herausforderung gilt. Denn die Theatergruppe formiert sich zur Theatergruppe auf der Bühne und muss erleben, wie ein Darsteller mitten in einer Szene erschossen wird. Das Spiel der Mimen vermischt sich dabei mit der vermeintlichen Realität, wobei Inspektor Holm eine besondere Rolle zukommt. Mit dem Inspektor und der männlichen "Leiche" aber hat den Apelerner Laienspieler-Nachwuchs gleich das größte Problem erreicht. Denn so sehr die zwischen 14 und 17 Jahre alten Isabell Michaelis, Larissa Wehner, Anna Enderes, Johanna Schauer, Karin Hillen, Diana Karnbach, Luisa Peek und Melanie Koller vom Bühnenleben fasziniert sind, so wenig finden sie Unterstützung beim anderen Geschlecht. Mit Christian Glensk konnte nur eine männliche Rolle "echt" besetzt werden; zwei weitere weibliche Darsteller agieren in Männerkleidung. "Entweder keine Traute oder kein Interesse", zuckt Regisseurin Brigitte Hillen die Schultern, die wenigstens eine Rolle für eine weibliche Darstellerin umschreiben konnte. Wie gern würde sie die Liebe ihrer Gruppe zur Schauspielerei vervollkommnen: "Es haben schon mal welche geprobt, aber keiner ist geblieben." Dabei könnten die Voraussetzungen nicht besser sein. Mit Bühnenbildnerin Maria Thöne und "Maske"-Expertin Helma Koller stehen zwei weitere versierte Betreuerinnen zur Verfügung. Weil die Inszenierungen von Nachwuchs und Stammensemble dicht beieinander liegen, teilen sich beide Ensembles das Bühnenbild. Das eine oder andere Utensil wird zwar umgestellt; aber sonst gibt es keinen baulichen Aufwand. Und so mischt sich "Tod im Rampenlicht" mitten zwischen die Termine von "Emil für dich". Termine



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