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Prozess vor dem Bückeburger Schwurgericht beginnt Donnerstag

Tod am Bornbrink: Spuren von drei Männern am Hals des Opfers

Bückeburg (ly). Es wird immer mysteriöser. Im Verfahren um den "Tod am Bornbrink" ist während der Ermittlungen eine dritte DNA-Spur am Hals der Leiche festgestellt worden. Dies bedeutet: Drei Personen müssen die 49 Jahre alte Frau dort vor ihrem gewaltsamen Ableben zumindest berührt haben. Dass alle Spuren von Männern stammen, steht außer Frage, wie die Pressestelle des Landgerichts auf Anfrage weiter berichtet. Bekannt sei aber nur die Identität einer Person, des angeklagten Bückeburgers.

veröffentlicht am 05.01.2008 um 00:00 Uhr

Auf das Bückeburger Schwurgericht wartet also eine komplizierte Aufgabe. Am Donnerstag kommender Woche, 10. Januar, beginnt dort der Indizienprozess gegen den Handwerker (43). Der Mann soll die 49-Jährige, die früher in Kleinenbremen gelebt hat, in deren Wohnung am Bornbrink beim Geschlechtsverkehr erwürgt haben. Bei dem Angeklagten handelt es sich um eine Bekanntschaft des Opfers. Daneben soll er eine Lebensgefährtin gehabt haben. Vorgeworfen wird dem Bückeburger Körperverletzung mit Todesfolge. Darauf stehen mindestens drei Jahre Haft und im äußersten Fall bis zu 15. Den Angaben zufolge ist der Handwerker wegen Vergewaltigung vorbestraft. Mitte Oktober 2006 war die Frau tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Sie lag auf dem Bett - erwürgt, wie sich später herausstellte. Der Täter hatte so fest zugedrückt, dass Zungenbein und Kehlkopf gebrochen waren. Das Opfer erstickte. Ob dem Angeklagten die Tat nachgewiesen werden kann, erscheint wegen der beiden zusätzlichen Spuren von anderen Männern völlig offen. Zuletzt war von insgesamt zwei Spuren die Rede gewesen, wobei eine dem 43-Jährigen zugeordnet wurde. Richterin Dr. Birgit Brüninghaus, Vorsitzende des Schwurgerichts, hat allein sieben Sachverständige geladen, dazu 22 Zeugen. Die Zahl kann noch steigen. Unter den Sachverständigen sind sechs Gerichtsmediziner, außerdem ein Psychiater. Der Angeklagte war vorübergehend in Untersuchungshaft, ist zwischenzeitlich aber wieder auf freiem Fuß. Angesetzt sind zunächst sieben Verhandlungstage.

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