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Ortsverband reagiert mit Kritik auf Alleingang der Samtgemeinde-CDU

Tieste: "Wehret den Anfängen!"

Hagenburg (jpw). Mit massiver Kritik und einer emotional geführten Debatte hat die CDU Hagenburg am Ende ihrer Hauptversammlung auf den Alleingang ihrer Samtgemeindeführung in puncto Gesprächen über eine mögliche Fusion mit den Samtgemeinden Lindhorst und Niedernwöhren reagiert.

veröffentlicht am 27.11.2008 um 00:00 Uhr

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Die CDU Hagenburg befindet sich mit fünf weiteren Neueintritten weiter im Aufwind. Der Vorsitzende Josef Vorderwülbecke zog während der jüngsten Hauptversammlung seiner Partei im Hagenburger Ratskeller eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. Der Hagenburger CDU-Kreisvorsitzende Klaus-Dieter Drewes wies nur am Ende seines von vielen Mitgliedern mit Spannung erwarteten Grußwortes auf den Beschluss der CDU-Kreistagsfraktion hin, eine Kreisreform nicht zu wollen: "Wir bleiben Schaumburger", sagte Drewes, der sich nach den anschließenden Ehrungen zu einem weiteren Termin aufmachte. Für 40-jährige Mitgliedschaft ehrte der Ortsverband Heinrich Tieste, Heinz Schweer und Friedrich Büsselberg sowie Werner Schweer. Als neuer Schriftführer wurde Marc-Philipp Drewes gewählt, der Jens Bredthauer ablöst. Nach der Wahl der Delegierten für den Kreisparteitag und dem Kreisdeputiertenausschuss standen die positiven Berichte aus den Gemeinden und der Samtgemeinde im Mittelpunkt. Der stellvertretende Hagenburger Bürgermeister und CDU-Fraktionschef Peter Rakelbusch hatte nach seinem Vortrag die Diskussion eröffnet und die "schlechte Informationspolitik" der CDU-Führung in der Samtgemeinde gerügt. Gemeinsam mit dem Hagenburger Bürgermeister Karl-Wilhelm Möller stellte er klar, dass es aus Sicht der Gemeinde Hagenburg keine Gemeindefusion geben werde. Massive Kritik musste anschließend CDU-Fraktionschef Heiko Bothe einstecken, der sich auch "an- und auch ausgezählt" fühlte. Hauptkritikpunkt stellte dar, dass Vertreter der Gemeinde Hagenburg zu den ersten Gesprächen nicht einmal eingeladen worden seien. "Traurig ist, dass es Versuche innerhalb der Samtgemeinde-CDU gibt, Einfluss auf die Hagenburger Ratsentscheidungen zu nehmen", meinte Möller diesbezüglich. Der Bürgermeister erneuerte noch einmal seine Kritik an dem - inzwischen abwesenden - Kreisvorsitzenden Drewes - und traf damit offenbar die Stimmung der Mehrheit der Mitglieder. Auch Hagenburgs Ehrenbürger Heinrich Tieste stand mit den Worten "Wehret den Anfängen" in Bezug auf eine mögliche Fusion mit den Samtgemeinden Lindhorst und Niedernwöhren noch einmal auf und legte nach: "Die sollen im Kreistag nicht so tun, als sei über eine Kreisreform nicht schon lange gesprochen worden."



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