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Fahndung nach unseriösen Tierhändlern / Misshandlungen mit Helfern aufgedeckt / Tierschutzverein zieht Jahresbilanz

Tierschützer befreien hilflose Hundewelpen aus Keller

Bad Nenndorf/Rodenberg (bab). Freude und Leid liegen für den Tierschutzverein Rodenberg Bad Nenndorf und Umgegend zum Ende des Jahres 2007 dicht beieinander. Erfreuliche ehrenamtliche und finanzielle Unterstützung gab es auf der einen Seite, Sorge um die immer größer werdende Zahl von misshandelten und ausgesetzten Tieren auf der anderen.

veröffentlicht am 27.12.2007 um 00:00 Uhr

Die neunjährige Monja Nagel hat noch eines der letzten Lose der

Ein schönes Weihnachtsgeschenk hat die Veterinärarzt-Praxis von Sandra Beiße aus Bad Nenndorf gemacht. Deren Mitarbeiterin Birgit Lipka hatte vorgeschlagen, eine Tombola auszurichten. Der Erlös fließt dem Tierschutzverein zu. Pro Los zahlten die Kunden der Praxis einen Euro. Jedes Los gewann. Pharma-Firmen hatten dazu etliche Preise gestiftet. So konnte Beiße der Vereinsvorsitzenden Jutta Schneider einen Betrag von rund 500 Euro übergeben. "Wir haben genau so viel eingenommen wie das ganze Jahr über in der Spendenbox", freute sich Lipka über den Erfolg der Idee. Ebenso begeistert war selbstverständlich Schneider. "Wir sind alle froh, dass das so eingeschlagen hat", sagte Beiße. Schneider bedankte sich stellvertretend auch bei allen anderen Veterinären, die den Verein unterstützt haben. Besonders die Zusammenarbeit mit Kreisveterinär Ulf Güber läuft für den Tierschutzverein positiv. Auch in diesem Jahr musste er öfter als dem Verein lieb war kontaktiert werden. In einer der letzten Aktionen befreiten die Tierschützer Hundewelpen aus einem Keller. Das war das Ergebnis einer Fahndung nach unseriösen Tierhändlern und-züchtern, die Hunde über das Internet und Zeitungsanzeigen vertreiben. Wer Hunde aber gewerbsmäßig verkauft, benötigt dazu eine Handelserlaubnis vom Veterinäramt. Ein weiterer Fund, den Güber und der Verein gemacht haben, ist ein Dobermann, dessen Rute trotz Verbotes kupiert wurde. "Es war eine große Wunde und es war sehr stümperhaft gemacht", sagte Beiße. Der Hund hat sich inzwischen in der Obhut des Tierschutzvereins erholt. Der neun Wochen alte Dobermann ist noch etwas ängstlich und schüchtern, soll aber bald in versierte Hände abgegeben werden. Der Tierschutzverein Rodenberg Bad Nenndorf und Umgegend hat 2007 immer wieder schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgedeckt. Ohne die Hilfe der Mitglieder, die sich engagieren und mithelfen, könnte das Arbeitspensum nicht bewältigt. Auch die Spenden tragen wesentlich zur Handlungsfähigkeit des Vereins bei.



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