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Sortimentsliste für Gewerbe Adenauer-Straße / Weichenstellung für "Fressnapf"

Tierfutter erlauben - Bettwaren nicht

Rinteln (kk). Wenn es nach dem Ausschuss für Bau und Stadtentwicklung geht, kann an der Konrad-Adenauer-Straße ein "Fressnapf"-Fachmarkt gebaut werden. Der Ausschuss sprach sich für die entsprechende Änderung der Bestimmungen im Bebauungsplan aus. Dabei ging es im Kern um Festlegung der Branchen, die sich im Bereich um den Marktkauf ansiedeln dürfen - oder verboten werden. Hauptüberlegung: Es soll keine Konkurrenz für wichtige Sortimente in der Innenstadt entstehen. Tiernahrung ist nach Auffassung der Mehrheit der Ausschussmitglieder nicht "innenstadtrelevant".

veröffentlicht am 07.12.2007 um 00:00 Uhr

Gegen den geplanten Futtermittelmarkt hatte im Ausschuss niemand etwas einzuwenden, umstritten war jedoch das konkrete Vorgehen. Gert Armin Neuhäuser und Barbara Leibelt-Menzel hätten die Entscheidung gerne noch aufgeschoben, um sie in ein Gesamtkonzept einzubinden. Hindergrund: Die Beratungsfirma CIMA erarbeitet gerade ein Einzelhandelskonzept für die Stadt Rinteln, das in den nächsten Wochen vorgestellt werden soll. Ergebnisse diesesKonzeptes hätten einige Ausschussmitglieder gerne in die Beratungen eingezogen - es liegt den Ratsmitgliedern aber noch nicht vor. Baudezernent Reinhold Koch wies darauf hin, dass das CIMA-Gutachten nichts gegen einen Futtermarkt aussage. Er sieht die gesamtstädtische Entwicklung nicht berührt. Klaus Wißmann und Günther Maack mochten die Entscheidung im Interesse der Investoren "nicht ohne Not" weiter hinausschieben. So sprach sich der Ausschuss für die Änderung der textlichen Festsetzungen im B-Plan aus, stellt also Weichen für den "Fressnapf". Gleichzeitig wurde aber auf Antrag von Neuhäuser die Liste der Branchen erweitert, die sich im Gewerbegebiet nicht ansiedeln dürfen. Drogerieartikel und Bettwaren kommen nun zu Sortimenten wie Bekleidung oder Büchern hinzu. Diese Ergänzung könnte Zündstoff bieten, wenn sie denn so vom Verwaltungsausschuss und vom Rat mit getragen würde. Hintergrund: Für ein benachbartes Grundstück, das aber außerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes liegt, gibt es nämlich eine Bauvoranfrage für ein Bettenlager. Dies stand zwar im Ausschuss nicht direkt zu Debatte - möglicherweise bedeutet die Ergänzung der Sortiments-Ausschlussliste für die Nachbarschaft aber schon eine Weichenstellung.



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