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Zusätzliche Kosten für die Versorgungsleitungen machen dem Tierschutzverein Rodenberg/Bad Nenndorf zu schaffen

Tierauffangstation 35 000 Euro teurer als erwartet

Bad Nenndorf (bab). Der Tierschutzverein Rodenberg/ Bad Nenndorf und Umgegend hat viele Unwegbarkeiten zum Bau der Tierstation in Kauf nehmen müssen. Das wurde durch den Bericht der Vorsitzenden Jutta Schneider bei der Jahresversammlung deutlich. Die Mitglieder konnten sich vor der Sitzung über den Baufortschritt an der Tierstation überzeugen. Das Gelände war dafür eine Stunde lang vorher geöffnet worden.

veröffentlicht am 05.06.2007 um 00:00 Uhr

35 000 Euro Mehrkosten musste der Verein schultern, weil der ursprüngliche angepeilte Standort in Haste vom Gemeinderat abgelehnt worden war. Grund für die Mehrkosten waren 280 Meter Versorgungsleitungen, die bis zur Station hinter der Nenndorfer Kläranlage verlegt werden mussten. "Der SPD-Ortsverein Haste und auch die SPD-Samtgemeinderatsfraktion haben zwar zugesagt, breite Unterstützung und Geld für die Tierauffangstation zur Verfügung zu stellen, gemerkt haben wir davon aber bis heute nichts", bedauert Schneider. Auch Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese erinnerte bei der Jahresversammlung an die Anfangsschwierigkeiten. Er teilte aber mit, dass im Haushalt 2007 weiteres Geld für den Tierschutz eingeplant ist. Reese würde sich freuen, "wenn es im kommenden Jahr zu einer großen Einweihung kommen kann". Doch schon liegen neue Steine im Weg. Wie Schneider berichtete, ist für den Bau des Kleintiergeheges ein weiterer Bauantrag nötig, da die Abmessungen die vorgegebenen Maße überschreiten. Dringend erforderlich sei zudem eine Quarantänestation für Katzen und Kleintiere, da diese immer häufiger in schlechtem gesundheitlichen Zustand aufgefunden würden. Die kranken Tiere werden zurzeit vor allem bei der stellvertetenden Vorsitzenden Karin Griese aufgepäppelt, damit sie nicht mit den gesunden Tieren in Kontakt kommen. Insgesamt hat der Tierschutzverein sich im abgelaufenen Jahr um 184 Fund- und Abgabetiere gekümmert. Zusätzlich wurden 18 Tiere aus anderen Regionen beherbergt. 36 Tiere konnten an die Halter zurückgegeben werden. Nicht nur um Katzen, Hunde und Kleintiere muss der Verein sich kümmern. Erst in dieser Woche mussten drei Pferde aus der Samtgemeinde Rodenberg in Obhut genommen werden. Wie Amtstierarzt Ulf Güber berichtete, seien diese kurz vorm Verhungern gewesen. Da der Kreisveterinär sich selber als Tierschützer sieht, bot er dem Verein bei der Jahresversammlung an, sich privat um die drei Pferde zu kümmern. Eine ausreichend große Wiese stehe dafür zur Verfügung. Güber erntete von den Mitgliedern dafür Applaus. Der Verein, der rund 240 Mitglieder hat, erfährt große Unterstützung. Wie Kassenwart Jürgen Lampert berichtete, gibt es ein "sehr gutes Spendenecho". Auch mit den Ergebnissen der Haussammlungen ist der Verein zufrieden.



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