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Nach Übertritten in die aktive Wehr braucht die Wehr neue Jugendliche / Vorbereitungen auf das 75-jährige Bestehen

Thüster Feuerwehr im lang ersehnten neuen Zuhause

Thüste (gök). Der Thüster Ortsbrandmeister Harald Bock rief, doch nur wenige kamen. Um möglichst viele Thüster zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr zu locken, fand das diesjährige Treffen im neuen, noch nicht übernommenen Feuerwehrhaus statt. In dem Thüster Feuerwehrdomizil sind nur noch minimale Verbesserungen nötig, damit eine Übergabe an die vier Feuerwehren im Ostkreis erfolgen kann.

veröffentlicht am 04.02.2009 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 00:21 Uhr

Gerechnet hatte das Ortskommando mit 40 Zuhörern. Leider waren von den 136 Mitgliedern nur 26 anwesend. Dennoch berichtete der Ortsbrandmeister stolz von der Leistung der Feuerwehrleute. So wurden insgesamt 2557 Dienststunden geleistet. Besonders hervorheben konnte er hier die erfolgreich absolvierten Lehrgänge. „In der heutigen Zeit ist das nicht mehr die Normalität, da von den jungen Kameraden viel verlangt wird“, sagte Harald Bock. Die Einsätze der Thüster Wehr teilten sich laut Bock in zwei Brände, einen blinden Alarm, einen „böswilligen“ Alarm und drei Hilfeleistungen auf. Ernste Einsätze waren ein Küchenbrand in Thüste und ein Wohnhausbrand in Wallensen. Bei beiden Einsätzen war die Wehr schnell vor Ort und es kamen Gott sei Dank keine Menschen zu Schaden, so der Ortsbrandmeister.

Besonders sauer stieß Harald Bock der „böswillige“ Alarm auf. Hier hatte ein anonymer Anrufer den Notruf gewählt und Menschen in einem brennenden Haus gemeldet, welche eingeschlossen wären. Entsprechend angespannt durchsuchten die Feuerwehrleute das Haus. Jedoch stellte sich heraus, dass es sich um einen schlechten Scherz handelte. „Es ist traurig, dass so etwas immer noch vorkommt“, ärgerte sich Harald Bock.

In zahlreichen Übungen wurde unter anderem auch mit der Ortswehr Wallensen geübt, wo schon mal die zukünftige Zusammenarbeit erfolgreich getestet wurde. Bei den Kreis-Übungen erhielt die Thüster Wehr schon von allen Ortswehren aus dem neuen Stützpunkt Unterstützung. „Auf dieses neue Feuerwehrhaus guckt der ganze Landkreis, wenn nicht sogar ganz Niedersachsen“, sagte Harald Bock begeistert. Ein Termin für den Bezug des Hauses stehe allerdings noch nicht fest.

Auf seiner „Abschiedstour“ ließ es sich Gemeindebrandmeister Erwin Hennemann nicht nehmen, auch die Versammlung in Thüste zu besuchen und fand schließlich ergreifende Worte bei der Verabschiedung.

Um Nachwuchs zu gewinnen, wird die Feuerwehr in diesem Jahr eine Ferienpassaktion durchführen. Durch die Aktion im Feuerwehrhaus hoffe man auf einige Kinder, die später der Feuerwehr beitreten. Und das hat seinen Grund: Denn durch die Übernahme zu den Aktiven der Thüster Wehr ist die Jugendabteilung derzeitig auf 13 Jugendliche geschrumpft.

Das Jahr 2009 wird wohl ganz im Zeichen der 75-Jahr-Feier der Wehr stehen. Voraussichtlich wird am 11. Juli ein Sommerfest zum Feuerwehr-Jubiläum durchgeführt. Dies wird das Ortskommando in nächster Zeit beschäftigen, wie Harald Bock meinte.

Ortsbrandmeister Harald Bock und sein Ortskommando.

Foto: gök



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