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Heimischer Schauspieler wirkt als Sprecher bei Hörbuch-Produktion mit

Thomas Tucht erzählt, was Brett und Filzfussel "fühlen und denken"

Bückeburg. Theaterfreunde, ehemalige Mitschüler und Lehrer erinnern sich gewiss noch gern an Thomas Tucht, der im Schaumburger Land zu Hause ist und kurz vor dem Abitur im Part des Beckmann in Wolfgang Borchardts "Draußen vor der Tür" kreisweit auf sich aufmerksam gemacht hatte.

veröffentlicht am 28.03.2007 um 00:00 Uhr

Autor:

Dietlind Beinßen

Inzwischen liegen mannigfache Engagements hinter dem jetzt in Annaberg-Buchholz wirkenden Mimen und Regisseur, dem Film- und Fernsehaufnahmen nicht fremd sind. Diese endeten durch eine im Drehbuch vorgeschriebene Ohrfeige von Götz George im "Tatort" sogar einmal schmerzhaft. In hiesigen Gefilden war der 41-jährigen Mime in letzter Zeit nur bei Lesungen zu Gast. Das wird nun anders, denn seiner eindringlichen Stimme können Literaturfreunde mit Humor neuerdings im originellen Hörbuch "Gegenstandsloses Erzählen über Gegenstände" lauschen, das bei "Zielophon" erschienen und auf der Leipziger Messe vorgestellt sowie bei den Buchhandlungen bestellt werden kann. Der Dresdner Autor Henrik Weiland versammelt in seinem Werk alltägliche Dinge wie Kaffeebohne, Staubtuch, Müllsäcke, Zahnstocher, Toilettenpapier, Apfel, Brett, Pullover oder Filzfussel, um sie per Wort und Klang ein hier skurilles, dort absurdes, tiefsinniges, heiteres oder auch albtraummäßiges Leben führen zu lassen. Diese mit Fabulierlust ausgetüftelten, extrem verdichteten Gedankensprünge werden von Thomas Tucht und zwei Kollegen so vergnüglich nachvollzogen, dass sie großes hintergründiges Vergnügen bereiten. Um alle Details mitzukriegen, sollte man den Silberling am besten behandeln wie eine Schachtel Pralinen: konzentriert genießen undnie zu viele auf einmal nehmen ...

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