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Großveranstaltung der Fachschaft "Darstellendes Spiel" am Adolfinum gut besucht

Theater-Spektakel mit kulinarischen Genüssen und exotischen Gesängen

Bückeburg. Mit einem bunten Programm gab die Fachschaft "Darstellendes Spiel" des Gymnasiums Adolfinum Einblick in die Theaterarbeit. Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 13 setzten die unterschiedlichsten Akzente und wussten das große Publikum zu begeistern. Eingerahmt wurde die von der SV mitgetragene Veranstaltung von kulinarischen Genüssen und exotischen Gesängen.

veröffentlicht am 22.03.2007 um 00:00 Uhr

Charakterdarsteller aus dem 9. Jahrgang geben Stücke von Anton C

Johannes Seiler zeigte mit seinen Fünftklässlern, wie es dem Menschen ergeht, wenn er vor "Das Gericht der Tiere" gezerrt wird. Allerhand Sauereien sind in dem Stück der Schweizerin Helen Gori zu verhandeln - eine ideale Gelegenheit für expressives Maskenspiel und aparte Geräuschgestaltung. Lennart Wanzek (Jahrgang 7) wurde zum Publikumsliebling, als unter den Augen einer gnadenlosen Jury Deutschlands bester Nachwuchs-Rezitator gesucht wurde. Goethes feinsinniges Gedicht "Gefunden" als Raserei eines Zerrissenen zu rezitieren, das beeindruckte selbst die nach Art Dieter Bohlens aufspielende Lena Schlarb. Auf die Bühne kommt das ganze große Casting von Volkmar Heuer-Strathmann erst im Juli. Scharf konturierte Charaktertypen wurden von den besten Akteuren des Wahlpflichtkurses Jahrgang 9 gezeichnet (Leitung: Rainer Pommerening). Kurze Stücke aus der Feder von Anton Cechov gaben Schülern wie Robert Milost, Tatjana Ahle und Alicia Voigt Gelegenheit, durch anhaltende Präsenz und kraftvolle Artikulation dichte Bühnenatmosphäre zu schaffen. Auch den "Heiratsantrag" von Viviane Petrescu, Timo Staaks und Janine Hoppe werden die Zuschauer nicht so schnell vergessen. Ein im Arbeitsalltag der Gruppen nicht untypisches Problem hatten die Akteure aus dem 13. Jahrgang in ihrem hausgemachten Western zu bewältigen. Sheriff Kris Allack lag krank danieder, Ersatz musste her. Kursleiter Timo Egemann übernahm den Part des trinkfreudigen Ordnungshüters persönlich und riss Schüler wie Sebastian Keich und Nicole Heitzmann richtig mit hinein in den Staub der Intrigen. Gespielt und geschossen wurde aus allen Publikumsreihen heraus, so dass sich nicht wenige Gäste wunderten, wenn der liebe Stuhlnachbar plötzlich zum Revolvertypen oder Maulhelden wurde. Gespielt wurde auf zwei Bühnen der Schule. Ein paar Probleme bereitete die organisatorische Abwicklung der vierstündigen Großveranstaltung schon durch den Publikumsverkehr im Hause. Schulleiter Heinz-Ulrich Gosemann erhofft sich bei ähnlichen Veranstaltungen Abhilfe durch Einbeziehung eines weiteren abgeschlossenen Spielraumes. Großen Anklang fanden die Gäste des Comenius-Projektes aus Spanien und aus der Türkei mit ihren kulinarischen Köstlichkeiten. Den größten Applaus aber erntete Hilal Güler, als sie das Theater-Spektakel im Forum der Schule mit exotisch anmutenden türkischen Liebesliedern krönte.

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