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Aufführung an der Grundschule Rehren / Lob auch aus der Theaterwerkstatt Hameln

Theater-AG verzaubert mit "Dornröschen"

Rehren (la). "Ihr feiert ohne mich ein Fest? Ich verfluche eure neugeborene Tochter! Sie soll an ihrem 15. Geburtstag sterben", schreit die "böse Fee", springt dabei zeternd über die Bühne und lässt dem Publikum den Atem stocken.

veröffentlicht am 03.04.2006 um 00:00 Uhr

Keine Spur mehr von Lampenfieber - und das Publikum spendet tose

Dann nimmt der Märchenklassiker "Dornröschen" seinen Lauf. An ihrem 15. Geburtstag sticht sich die Prinzessin an einer Spindel und das ganze Schloss fällt in einen tiefen 100-jährigen Schlaf. Erst ein edle Prinz kann den Zauber beenden. Er weckt Dornröschen mit einem Kuss und alle Menschen und Tiere im Schloss erwachen. Happy End - der Prinz heiratet Dornröschen und alle im Schloss feiern ein fröhliches Fest. 16 Kinder der Theater-AG der Grundschule Auetal hatten das Stück unter der Leitung von Barbara Bürger einstudiert. "Zu Anfang waren viele Kinder noch sehr schüchtern, doch daran haben wir gearbeitet", erklärte die Lehrerin. Dass die Arbeit erfolgreich war, zeigte sich bei den zwei Aufführungen in der Schule. Laut und deutlich mit viel Einfühlungsvermögen und Aktion brachten die Kinder das Märchen auf die Bühne und verzauberten das Publikum. Schon Anfang März hatten die 16 AG-Kinder "Dornröschen" bei der Kinder- und Jugend-Theaterwerkstatt in Hameln aufgeführt und viel Lob geerntet. Nach den Herbstferien hatten die Kinder, gemeinsam mit ihrer Lehrerin, mit den Planungen für das Theaterstück begonnen. "Da wir eigentlich nur 45 Minuten pro Woche üben, was für den Auftritt in Hameln viel zu wenig war, haben wir drei Kompaktproben eingelegt", berichtet Barbara Bürger. Im Anschluss an den Unterricht wurde an drei Nachmittagen intensiv geprobt. "Durch Sprechproben und Rollentausch wurden die Kinder immer mutiger und besser", freut sich Barbara Bürger. Viel Unterstützung bekam die Lehrerin auch von den Eltern, die beim Bau der Kulissen mitgearbeitet und für die Kostüme ihrer Kinder gesorgt haben. "Theater spielen stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder und hat allen ganz viel Spaß gemacht. Unsere beiden Schulaufführungen sind ebenfalls gut angekommen", so Barbara Bürger zufrieden. Gleich nach den Osterferien soll ein neues Projekt in Angriff genommen werden. Einen Wunsch hat die engagierte Lehrerin für die Zukunft: "Es wäre schön, wenn wir für unsere Aula eine Bühne mit Beleuchtung bekämen. Das würde noch mehr Theateratmosphäre schaffen."

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