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Mitsorg-Theater aus Ohr spielte im Weserberglandzentrum für Heimbewohner aus deer gesamten Region

Theater für Senioren aus Pflegeeinrichtungen

Hameln. Das Mitsorg-Theater Ohr gab jetzt eine Sonderaufführung der Komödie „Die verflixte Heilquelle“ von Beate Irmisch im Weserbergland-Zentrum Hameln. Das Besondere an dieser nichtöffentlichen Veranstaltung war die Tatsache, dass sich das Publikum aus Bewohnern und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Heime, die im Forum „stationärer Pflegeeinrichtungen im Landkreis Hameln-Pyrmont“ verbunden sind, zusammensetzte.

veröffentlicht am 12.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:41 Uhr

Geplant wurde die Aufführung von Ingo Peters, Heimleiter der Scharnhorst-Residenz, und Karsten Holexa, Geschäftsführer von radio aktiv. „Wir wollten etwas für alte und behinderte Bewohner des Landkreises organisieren, die sonst nicht mehr an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen können“, so die beiden Veranstalter. Volle Unterstützung für das Projekt fanden sie bei den Laiendarstellern des Mitsorg-Theaters Ohr. Dank mehrer Sponsoren konnte für einen Nachmittag das WBZ mit 300 Sitzplätzen angemietet werden. Der Centrale Krankentransport stellte während der Aufführung kostenlos einen Rettungswagen mit zwei Sanitätern. Die Beköstigung wurde durch Thomas Berger, den Heimkoch der Scharnhorst-Residenz, sichergestellt. Um 15 Uhr hob sich der Vorhang zum Ersten der drei Akte: Josefine und Katharina Buttermilch, genannt Fine und Trine, zwei „reife“ Frauen, führen mit Herz und Verstand einen kleinen Tante-Emma-Laden auf dem Lande. Nach dem Tod ihres Bruders Ernst erben beide die neben ihrem Haus liegende Auenwiese samt Quelle. Auf diese geheimnisvolle Quelle sind die beiden „ehrenwerten“ Bürger Hintersturz und Schuhes scharf. Die beiden Saubermänner vermuten dort eine wertvolle Heilquelle und wollen damit das große Geschäft machen. Um die Zuwegung zur Wiese zu bekommen, haben beide sich das Haus von Ernst unter den Nagel gerissen. Sehr zum Leidwesen von Pfarrer Braun, der das Anwesen gerne für seinen Traum, einen Kindergarten, übernommen hätte. Tja, da ist guter Rat teuer. Das Intrigenspiel nimmt seinen Lauf.

Rund 270 Heimbewohner, ehrenamtliche Helfer und begleitendes Personal erlebten einen amüsanten Nachmittag. „Schön war’s“, hörte man von vielen alten Menschen, als sie nach der Veranstaltung das WBZ verließen. Auch die beiden Veranstalter zogen ein positives Resümee: „Wir können uns durchaus vorstellen, für nächstes Jahr wieder ein Projekt für Heimbewohner zu entwickeln“, meinten Holexa und Peters.



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