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Entscheidung im Bundestag

Tempolimit als echter Beitrag zum Klimaschutz

Was sind unsere Politiker aktuell wieder umtriebig in Sachen Verkehr, Klimaschutz, Mobilität. Aber irgendwie klappt der Spagat zwischen gesundem Menschenverstand und Lobbyismus nicht. Das Verkehrsministerium legt nach dem Dieseldesaster die nächsten Projekte mit viel Elan vor: E-Mobilität und autonomes Fahren. Das macht Sinn, weil die Autoindustrie das Thema jetzt für sich entdeckt hat.

veröffentlicht am 07.11.2019 um 21:13 Uhr

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Zu: „Bundestag lehnt generelles Fahrverbot ab“, vom 18. Oktober


Man muss die betrügerischen Handlungen der Vergangenheit ja irgendwie überdecken. Und was ist da besser, als ein bereits verschlafenes Segment aufzugreifen und durch innovative Weiterentwicklungen ein „Alleinstellungsmerkmal“ darzustellen.

Das ist die Zukunft! Holla! Bisher ein belächelter Bereich, aber jetzt: Die Zukunft! Nun ja, die Infrastruktur fehlt noch, der Strompreis steigt immer weiter, die Ökobilanz eines E-Autos ist schlicht schlecht. Akkus müssen noch verbessert werden. Ach, und Arbeitsplätze sind gefährdet. Macht alles nichts. Die Zeit verlangt danach. Der Verbraucher noch nicht, aber kommt schon noch. Das muss jetzt! Und mal ehrlich: Wer braucht autonomes Fahren? In einem Land, in dem das Schnellfahren, Drängeln, Rücksichtslosigkeit und das Überschreiten von (Verkehrs-)Regeln kultiviert ist. Wer kauft ein Auto, dass einem jegliche Freiheit abnimmt? Freiheit, die ich meine... Und jetzt könnte mal ein Zeichen gesetzt werden und geschlossen ein echter Beitrag zum Klimaschutz durchgeführt werden, indem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen verabschiedet wird. Eine Begrenzung, die es in dieser oder anderer Form in jedem EU-Land schon gibt. Warum also nicht auch hier bei uns? Weil hier in Deutschland die Autolobby der Politik aufgibt, was mit dem Auto auf unseren Straßen geht und was nicht.

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen im Ausland habe ich immer als sehr entspannend wahrgenommen, wobei der Grenzübertritt zurück nach Deutschland dann ein wenig was von Wild West hat. Dem SUV sei Dank, kann ich zumindest wieder erkennen, wer mir gerade in den Kofferraum drängt, weil die vier Kreise oder der Stern jetzt so hoch angebracht sind, dass sie in meinem Fenster gut zu erkennen sind. Danke wenigstens dafür! Warum stolpert man eigentlich jetzt in den Städten immer öfter über achtlos abgelegte Roller? Hauptsache, das passiert mit den E-Autos nicht genauso. Ein Schelm, wer Böses denkt. Und an die Politiker: Lieber da Gas geben, wo auch etwas Sinnvolles dabei herauskommt.



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