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„Tempo 30 muss man hier infrage stellen“

Kreis Holzminden/Holzen (nig). Nicht nur für Autofahrer ist es ein Ärgernis, zwischen Holzen und Grünenplan kilometerlang nur mit Tempo 30 voran zu kommen. Auch die Industrie der Region leidet unter der massiven Einschränkung, die durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Landesstraße 484 entstanden ist.

veröffentlicht am 23.07.2009 um 15:17 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:41 Uhr

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Kreis Holzminden/Holzen (nig). Nicht nur für Autofahrer ist es ein Ärgernis, zwischen Holzen und Grünenplan kilometerlang nur mit Tempo 30 voran zu kommen. Auch die Industrie der Region leidet unter der massiven Einschränkung, die durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Landesstraße 484 entstanden ist.
 Das wird in einem gemeinsamen Gespräch mit Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP), Staatssekretär Stefan Kapferer aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und Vertretern der Firma Schott mit ihren Werken in Grünenplan und Eschershausen deutlich.
 Das Tempolimit hatten die Straßenverkehrsbehörden aufgrund erheblicher Schäden an der Fahrbahnoberfläche eingerichtet, um die Sicherheit – insbesondere von Motorradfahrern – zu gewährleisten. Dabei bildet der betreffende Straßenabschnitt nicht nur eine wichtige Verbindungslinie zwischen dem Landkreis Holzminden und der Region Alfeld, sondern liegt aus Sicht des Glas-Unternehmens Schott genau zwischen den beiden Werksstandorten Grünenplan und Eschershausen.
 Seine Sorgen hinsichtlich der Straßenverbindung will das Unternehmen noch einmal schriftlich dem Wirtschaftsministerium mitteilen. „Das hilft uns sehr, damit wir bei den Straßenbaumaßnahmen im kommenden Jahr die richtigen Prioritäten setzen können“, erläutert der Staatssekretär bei dem Ortstermin. Dass an der Landesstraße 484 noch innerhalb dieses Jahres etwas passiert, diese vage Hoffnung zerstreuen Sander und Kapferer gemeinsam. „Da ist so schnell nicht mehr möglich.“ Aber für 2010 könne der Ausbau der maroden Strecke konkret geplant werden. In der Zwischenzeit, so fordert Sander, solle die gesetzte Geschwindigkeitsbeschränkung noch einmal überprüft werden. „Ob Tempo 30 wie in einem Wohngebiet hier tatsächlich angemessen ist, muss man infrage stellen.“ Auch Kreistagsmitglied Hermann Grupe (FDP), zugleich stellvertretender Bürgermeister Eschershausens, stimmt dieser Forderung bei dem Ortstermin zu: „Die Straße ist nicht anders als im vergangenen Jahr. Und da gab es noch keine Beschränkung.“ Dabei erinnert er daran, dass die Strecke auch als Verbindung zum IC-Bahnhof in Alfeld von Bedeutung sei.



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