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Ortsrat macht 100 Bürger mobil / Schreiben an Obermann / Weitere Aktionen

Telekom soll sich an Zusage halten: Rusbend protestiert mit Postkarten

Rusbend (jl). Die Bürger von Rusbend wollen schnell den schnellen Internet-Zugang DSL. Wie groß das Interesse ist und wie sauer die Rusbender jetzt auf die Verzögerungstaktik der Telekom sind, hat ein Anlass deutlich gemacht: Als der Ortsrat zum Protestfoto beim Dorfgemeinschaftshaus gebeten hatte, sind auf einen Butz rund 100 Kinder, Frauen und Männer erschienen.

veröffentlicht am 22.05.2008 um 00:00 Uhr

Bei dem Fototermin an der Florianstraße hat Ortsbürgermeister And reas Struckmann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen sind alle gekommen, denen das Thema DSL auf den Nägeln brennt und zum anderen hat der Ortsrat bei diesem Anlass einen großen Packen Postkarten verteilt, die in den kommenden Tagen auf den Weg zu Telekom-Vorstand René Obermann gehen werden. Sauer sind die Rusbender, weil sie sich bis vor kurzem unter den Orten wähnten, die noch in diesem Jahr ans schnelle Netz gehen sollten. Mit diesem Kenntnisstand war der Ortsbürgermeister im Januar aus der Infoveranstaltung in Hiddenserborn gekommen. Und jetzt soll das nach den neuesten Verlautbarungen des Leitungsmonopolisten nicht mehr gelten. Struckmann, dessen Stellvertreter Wolfgang Rinne, ja alle Rusbender DSL-Interessenten verlangen nun: "Die Telekom soll sich an die Zusage halten", so der Ortsbürgermeister. Struckmann rekapitulierte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass der Bückeburger Ortsteil sich bereits seit rund drei Jahren um den Anschluss an die moderne Datentechnik bemüht und anfangs nur Körbe bekommen habe. Das hörte sich dann in Gesprächen so an, dass der Anschluss des Ortes am Kanal sich angeblich nicht rechnen würde. Struckmannärgert es auch, dass die Ende Januar in Absprache mit der Telekom durchgeführte Bedarfsumfrage Makulatur sein soll. 107 Rusbender haben da ernsthaftes Interesse an DSL gezeigt. "Der Ortsrat hat sich für die Telekom eingesetzt und lässt sich jetzt nicht vor den Bürgern lächerlich machen", schimpfte Henning Meier. Was Meier, Rinne, Struckmann und Mitstreiter angesichts der jetzigen Lage nicht behagt: Sie sehen die Anbieter von Funk-Lösungen an den Start gehen, für die sie offenkundig keine große Sympathie zu hegen scheinen. Struckmann und Rinne machten auch deutlich, dass DSL kein Spielzeug sei, sondern ein Mittel, das Schulkarrieren beeinflusse. "Die Kinder brauchen es für die Schule", weiß der stellvertretende Ortsbürgermeister aus der eigenen Familie. Die Protestmittel in Rusbend sind mit der Kartenaktion nicht erschöpft. Im Ortsrat wird über weitere Aktionen nachgedacht.



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