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Neue Ortsvorsteher in vier Orten / CDU erobert Wiersen - und sucht noch

Teich für Rolfshagen, McGinty für Rehren, Fleischer für Klein Holtensen

Auetal (crs). Klein Holtensen, Rehren, Rolfshagen und Wiersen: Das sind die einzigen Orte im Auetal, in denen zum Beginn der neuen Ratsperiode die bisherigen Ortsvorsteher abgelöst werden. Die Genossen haben sich für die drei Orte mit SPD-Mehrheit bereits festgelegt: Rüdiger Teich wird neuer Ortsvorsteher in Rolfshagen, Imke McGinty übernimmt dieses Amt in Rehren und Heike Fleischer in Klein Holtensen. Die CDU ist für Wiersen noch auf der Suche nach einem Ortsvorsteher.

veröffentlicht am 20.10.2006 um 00:00 Uhr

Imke McGinty

Die leichten Verluste der WGA bei der Gemeinderatswahl schlagen deutlich auf die Verteilung der Ortsvorsteher-Posten durch. Mit Rolfshagen muss die WGA den größten Ort an die SPD abgeben, mit Wiersen einen der kleinsten an die CDU. Damit stellt die WGA jetzt nur noch in drei Orten den Ortsvorsteher (Altenhagen, Rannenberg und Schoholtensen), die CDU in zwei Orten (Wiersen und Westerwald) und die SPD in allen übrigen elf Orten. Besonders eng war die Entscheidung in Rolfshagen. Vor fünf Jahren hatte die WGA hier mit dem hauchdünnen Vorsprung von neun Stimmen den Ortsvorsteher-Posten erkämpft, jetzt muss Siegbert Held das Amt an Rüdiger Teich (SPD) abgeben. Das Votum ist ähnlich knapp wie 2001: Mit 729 Stimmen erobert sich die SPD den Platz an der Spitze zurück, die WGA bleibt mit 700 Stimmen nicht weit dahinter zurück. "Natürlich war ich erst enttäuscht", räumt Siegbert Held ein, "ich hätte gedacht, dass fünf Jahre guter Arbeit vom Wähler belohnt werden." Die Ursache für die Niederlage in Klein Holtensen sieht der WGA-Vorsitzende darin, dass sich die bisherige Ortsvorsteherin Dagmar Wittkopp nicht hatte aufstellen lassen: "Wer nicht kandidiert, kann auch nicht gewählt werden." Von den absoluten Stimmenzahlen her noch knapper sind die Entscheidungen in den kleinen Auetal-Dörfern zu Gunsten der CDU ausgefallen: In Westerwald reichte den Christdemokraten ein Vorsprung von 13 Stimmen, in Wiersen waren es gerade mal sechs. Trotzdem steht die CDU hier noch ohne Nachfolger für den bisherigen SPD-Ortsvorsteher Heinrich Thies dar. "Die Gespräche laufen, wir sind am Verhandeln", sagt Gemeindeverbandsvorsitzender Friedrich Gärling, nach eigenen Worten "zuversichtlich, kurzfristig jemanden zu finden". In einem "ganz normalen Abstimmungsprozess" hat sich die SPD laut Parteichef Andreas Watermann in den letzten Wochen auf Teich, McGinty und Fleischer geeinigt. Zumindest für Rolfshagen und Rehren, wo die bisherige Ortsvorsteherin Marita Benito ihr Amt zur Verfügung gestellt hatte, habe es dabei mehrere Interessenten gegeben. Mit dem Ergebnis ist Watermann aber zufrieden: "Wir haben eine ganz gute Wahl getroffen." Offiziell benannt werden die Ortsvorsteher erst bei der konstituierenden Ratssitzung am 13. November, das ist allerdings reine Formsache. Wichtigste Voraussetzung dabei: Ein Ortsvorsteher muss in seinem Ort wohnen.

Heike Fleischer
  • Heike Fleischer
Rüdiger Teich
  • Rüdiger Teich
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