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Neuer Standort gefunden / Sportverein und Schule teilen sich die Mehrkosten

Tauziehen um DFB-Minispielfeld in Deckbergen hat ein Happyend

Deckbergen (wm). Die Grundschule in Deckbergen und der Sportverein bekommen demnächst, was andere Dörfer, besonders Krankenhagen, auch gern hätten: einen ganzjährig bespielbaren Bolzplatz mit einer Fläche von 20 mal 13 Metern, professionell angelegt mit Bande und Zaun, finanziert vom Deutschen Fußballbund (DFB).

veröffentlicht am 24.05.2008 um 00:00 Uhr

Ein wenig Neid war da jüngst in Gesprächen unter Kommunalpolitikern herauszuhören. Doch so ganz pro blemlos umzusetzen, hat sich inzwischen herausgestellt, ist auch das "DFB-Geschenk" für Deckbergen nicht. SC-Vorsitzender Dirk Bredemeier gab gestern in einem Telefongespräch offen zu, das habe ihn in letzter Zeit ziemlich viel Nerven gekostet, aber man habe eine so gute Sache einfach nicht scheitern lassen wollen. So geriet die Grundstückswahl zu einem wahren Hürdenlauf. Gegen einen Bolzplatz auf dem von der Stadt zunächst dafür vorgesehenen Grundstück protestierten nämlich die Anwohner - zu nah an der Bebauung, auf einem Bolzplatz könnte es ziemlich laut werden. Auch Vorschlag Nummer zwei erwies sich als nicht konsensfähig. Dafür hätte nämlich die Grundschule einen Teil des Schulhofs abgeben müssen. Schulleitung und Kollegium legten deshalb ihr Veto ein. Wofür Bredemeier Verständnis hat: Bei 150 Schulkindern braucht man eben so viel Platz. Alternative Nummer drei bietet dafür jetzt Schwierigkeiten anderer Art: Es ist ein Grundstück in Hanglage. Die Böschung muss abgefangen werden. Hinzu kommt der Lehmboden, der sich als Untergrund für ein Spielfeld nicht eignet - also muss man auskoffern. Beides kostet Geld. Das Bauamt rechnete und kam auf rund 16 000 Euro Mehrkosten zu den veranschlagten 20 000 Euro. Doch die Geschichte hat ein Happyend: Stadtverwaltung, Schule und Verein setzten sich an einen Tisch, und man einigte sich darauf, die Mehrkosten zu dritteln. Die Schule zahlt die Summe aus ihrem Schuletat, der Verein aus der Vereinskasse. Jetzt müssen sich Bredemeier und seine Vereinskollegen nur noch gegen das Gerücht wehren, sie hätten eben die besseren Verbindungen zur DFB-Verbandsebene, wo letztlich über die Vergabe der Minispielfelder entschieden worden ist. Bredemeier: "Unsinn, da gab es nachvollziehbare Kriterien." Außerdem wies Bredemeier darauf hin, dass ja auch Rehren und Lauenau bei der Feldvergabe berücksichtigt worden sind. Für Ortsbürgermeister Eckhard Hülm ist nur eines wichtig: "Der Bolzplatz kommt, und das ist eine gute Sache für die Jugend." Soweit er gehört habe, sei bereits eine Fußball-AG in der Schule gegründet worden, in Kooperation mit Steinbergen.



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