weather-image
×

Parteiloser Kandidat setzt sich durch

Tarik Oenelcin gewinnt die Bürgermeisterwahl

HESSISCH OLDENDORF. Zwei Kandidaten, beide ohne Amtsbonus, keiner formell Mitglied der beiden großen Parteien SPD und CDU. Diese Konstellation machte den Kampf um den Chefsessel im Rathaus besonders spannend. Nun steht fest: Der neue Bürgermeister heißt: Tarik Oenelcin.

veröffentlicht am 18.10.2021 um 16:16 Uhr
aktualisiert am 18.10.2021 um 17:33 Uhr

Jens Spickermann

Autor

Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Mit einigen Prozentpunkten Vorsprung hat sich Tarik Oenelcin (parteilos) bei der Bürgermeisterwahl gegen Torsten Schulte (Grüne) durchgesetzt. „Ich bin einfach nur glücklich“, kommentierte Oenelcin, der von der CDU unterstützt wurde, das Wahlergebnis. Vor seinem Kontrahenten Torsten Schulte, der für seine eigene Partei und die SPD ins Rennen gegangen war, habe er angesichts dessen politischer Erfahrung viel Respekt gehabt.

Nach Auszählung der ersten Stimmbezirke sah es am Sonntagabend zunächst aus als würde es ganz anders kommen: Torsten Schulte (Grüne) weit vorne, Oenelcin (parteilos) abgeschlagen. Doch letztlich lag Oenelcin mit 53,74 Prozent deutlich vor Schulte, der auf einen Stimmenanteil von 46,26 Prozent kam. „Schulte hatte viel Erfahrung, was Wahlkampf angeht. Ich bin ein politischer Newcomer“, meinte Oenelcin, der bislang bei der Stadtverwaltung als Leiter der Stadtjugendpflege tätig ist. Durch einen engierten Wahlkampf habe er aber Schultes politischen „Vorsprung“ einholen können. „Tarik hat gewonnen, ich habe ihm gratuliert“, gestand Schulte am Abend seine Niederlage ein. „Ich wünsche ihm alles Gute.“ Er habe mit einem knappen Ergebnis gerechnet, Oenelcins recht solider Sieg habe ihn dann aber doch überrascht, so Schulte. „Das ist Demokratie, damit muss man leben.“

Oenelcin will sich nun zunächst in einem zweiwöchigen Urlaub von den Wahlkampf-Strapazen erholen. Sobald er am 1. November sein Amt antritt, wolle er als erstes einige Strukturen in der Verwaltung umkrempeln, so der Wahlsieger. Die Stadtverwaltung müsse transparenter und bürgerfreundlicher werden. Als „authentischer, ehrlicher“ Vorgesetzter wolle er die Potenziale der einzelnen Mitarbeiter besser fördern. „Die Verwaltung muss mit der Zeit gehen“, sagt Oenelcin. Einen besonderen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit sieht er auch darin, die Familien-, Kinder- und Jugendfreundlichkeit der Stadt auszubauen.

Auch ansonsten hat sich Oenelcin einiges vorgenommen – beispielsweise in der Wirtschaftsförderung. „Ich werde mein Bestmögliches geben und mich in alles reinfuchsen“, so Oenelcin. Ob ihm letztlich alles gelinge, wisse er aber noch nicht, denn andere würden mitentscheiden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige