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Stadthäger Verbund in Startlöchern / Kreistag und Kultusministerium müssen noch zustimmen

Talente (ganz) junger Hochbegabter fördern

Stadthagen (web). Seit der konstituierenden Sitzung des Hochbegabtenverbundes im April dieses Jahres haben es sich die teilnehmenden Kindergärten und Schulen zur Aufgabe gemacht, gemeinsam hochbegabte Kinder zu fördern. Am Verbund beteiligen sich die Stadthäger Grund-, die Haupt- und Realschulen, die Gymnasien, die Integrierte Gesamtschule (IGS), die Berufsbildenden Schulen (BBS), die Volkshochschule Schaumburg (VHS), die Grundschule sowie der Kindergarten "Waldwichtel" in Nienstädt und als Stadthäger "Pilotkindergarten" der Kindergarten "Herminenstift".

veröffentlicht am 01.11.2007 um 00:00 Uhr

Die Thematik "Hochbegabung" sei den beteiligten Schulen nicht neu, sagte Rainer Neumann-Buchmeier vom Ratsgymnasium. Mit dem Hochbegabtenverbund soll nun die individuelle Förderung besonderer Begabungen auf eine breitere Basis gestellt und kontinuierlich verfolgt werden. Als einzelne Schule, so Heiko Knechtel, Leiter des Wilhelm-Busch-Gymnasiums, gerate man schnell an Grenzen. "Wir können die unterschiedlichen Begabungen nicht alle fördern." Vor diesem Hintergrund sei die Gründung des Verbundes unerlässlich gewesen. "Man braucht die Kooperation in allen Strukturen. Durch den Verbund kann man die Ressourcen anderer Schulen nutzen." Etwa zwei Prozent eines Jahrgangs seien hochbegabt, sagte Diplom-Psychologin Sabine Rohrmann, die Erzieher und Pädagogen bei der ersten gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Diagnostik - Was es heißt (hoch)begabt zu sein" informierte. Merkmale besonderer Begabung seien eine hohe Lerngeschwindigkeit, eine große Bandbreite der Interessen sowie die effektive Anwendung von Daten, Informationen und Erfahrungen. Vereinzelt fielen begabte Schüler aber auch durch Leistungsversagen und -verweigerung auf. In diesen Fällen wollen die Institutionen eng mit dem Stadthäger Schulpsychologen Bernd Deseniß und den Psychologen der kreiseigenen Erziehungs- und Beratungsstellen zusammenarbeiten. "Wir möchten Psychologen nicht ersetzen, sondernunterstützen und Angebote für Kinder schaffen, die ihren Begabungen entsprechen", sagte Carola Pliska, Leiterin der IGS. Nicht nur kognitive Fähigkeiten und Kompetenzen, sondern auch Kreativitäts- und Motivationsentwicklung sowie soziales Engagement sollen gefördert werden. In diesen Bereichensollen die Institutionen eigene Projekte anbieten, die auch Kindern anderer Schulen und Schulformen offen stehen. Es müssen noch der Schulausschuss des Kreistags und das Kultusministerium dem Konzept zustimmen, dann kann der Hochbegabtenverbund bereits im nächsten Schuljahr seine Arbeit aufnehmen.



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