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Bückeburg zieht zurück: Der DRK-Ortsverband ist jetzt einziger Bewerber

"Tafel" hängt von Polizei-Entscheidung ab

Obernkirchen (sig). In Bückeburg, Rinteln und in Stadthagen gibt es eine Tafel, aus deren Angebot sich bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgen können. Sehr sinnvolle Einrichtungen angesichts der unerfreulichen Entwicklung, dass durch Arbeitslosigkeit und niedrige Alterseinkünfte die Not in den letzten Jahren zugenommen hat. Jetzt soll auch in der Bergstadt eine solche Tafel ins Leben gerufen werden.

veröffentlicht am 18.01.2007 um 00:00 Uhr

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Es gab gleich zwei Bewerber, die sich bei der Stadtverwaltung meldeten, um die Trägerschaft für eine solche Einrichtung zu übernehmen. Das waren der Obernkirchener Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes und die seit Jahren bestehende "Bückeburger Tafel". Über diese Tatsache waren weder die Politiker noch die Führungskräfte der Verwaltung recht erfreut. "Wir sehen gegenwärtig noch keinen Handlungsbedarf, denn erst muss einmal geklärt werden, ob wir mit der Polizei einig werden über den geplanten Umzug in das städtische Gebäude in der Langen Straße", erklärte Stadtkämmerer Wolfgang Seele auf Anfrage. Genau im hinteren Bereich dieses Fachwerkhauses an der Einfahrt zum Bornemannplatz soll nämlich die "Obernkirchener Tafel" ihren Platz finden. Erst vor wenigen Tagen nahmen Vertreter der Polizei aus Göttingen, Nienburg und Bückeburg dieses Gebäude in Augenschein. Gegenüber dem Kämmerer äußerten die von Experten begleiteten Führungskräfte ihre Wünsche für die Umgestaltung des Innenbereiches. Zusätzliche Aufwendungen werden sicherlich durch die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen entstehen. Von der Kostenaufstellung hängt der Miet- oder Pachtpreis ab. Und davon wiederum die Entscheidung der Polizei über einen Wechsel von der Rathenaustraße in die Kernstadt. "Diese Fragen müssen erst verbindlich beantwortet sein, bevor wir uns Gedanken über die Nutzung des hinteren Gebäudeteils machen", erklärt Seele. Er geht außerdem davon aus, dass es eine Einigung zwischen den beiden Interessenten gibt. Damit liegt er nicht falsch. Es gab nämlich inzwischen Gespräche zwischen beiden Seiten. Die zunächst vorhandene Idee von einer gemeinsamen Führung dieser Tafel war ohnehin schnell vom Tisch. Die Verantwortlichen der Bückeburger Einrichtung haben jetzt aber auch von ihrer Bewerbung um die alleinige Ausrichtung einer Obernkirchener Tafel Abstand genommen. Sie überlassen das Terrain dem DRK-Ortsverein der Bergstadt und gehen davon aus, dass er bei diesem Vorhaben Unterstützung vom Kreisverband erhalten wird. "Es ist notwendig, dass die Verantwortlichkeiten klar geregelt werden; dabei gibt es nämlich sehr viel zu bedenken", sagt Heinrich Heitmann, der die Verantwortung für die Bückeburger Tafel übernommen hat, zu der ein großer Einzugsbereich gehört. Hier werden die von verschiedenen Lebensmittelmärkten bereitgestellten Waren mit speziellen Kühlfahrzeugen abgeholt. Auch für die Lagerhaltung sind Kühlsysteme erforderlich. Auf die "Obernkirchener Tafel" werden einige Investitionen zukommen, um voll funktionsfähig zu sein.

Zieht die Polizei in das städtische Gebäude in der Langen Straße
  • Zieht die Polizei in das städtische Gebäude in der Langen Straße, kann für die Tafel geplant werden. Fotos: tol/sig


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