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Pfingstbesuch bei den Tierkindern im Tierpark Kalletal / Um 15 Uhr große Futterrunde

Süße Ferkelchen im Schweineschwimmbad

Kalletal (cok). Der Weg von Rinteln ins Kalletal führt vorbei an aufblühenden Wäldern und den hellen Pfingstbirken - und auch im Tierpark Kalletal sieht alles gut gelaunt und freundlich aus. Wer Pfingsten einen Tierpark-Ausflug machen will, wird überrascht feststellen, das in dieser Zeit nicht so sehr Tiger und Wölfe als Hauptattraktion auftreten, sondern zum Beispiel die kleinen Kaninchen, die mitten durch den Park hoppeln.

veröffentlicht am 26.05.2007 um 00:00 Uhr

Auch die Zwergziegen warten auf Futter. Foto: cok

Die Kaninchenwinzlinge stecken noch so sehr in den Kinderschuhen, dass sie frech und frei durch die Maschen des Zaungeheges schlüpfen können, um sich die vorderen Wege des Parks zu erobern und auch gleich mal den Spielplatz auszuprobieren, zur Freunde von Kindern oder auch den Eltern, die es sich dort auf einer Bank gemütlich machen. Die süßen Kleinen mit ihrem hellbraunen Fell klettern auf Wippe und Schaukel, verschwinden aber ganz schnell im Gebüsch, wenn jemand ihnen all zu nahe kommt. Nun sind sie bei weitem nicht die einzigen Tierkinder, die jetzt den Tierpark bevölkern. Drei junge südamerikanische Hasen gehören auch dabei, Maras, mit ganz unhasenhaft langen Beinchen, die allerdings keine Chance haben (sollen), dem Gehege und ihren Eltern zu entfliehen, genauso wenig wie die jungen Zicklein, die sich dicht an den Zaun ihres Areals drängen, um ja kein Futterkörnchen zu verpassen, das ihnen von Menschenkindern gereicht wird. Den allergrößten Spaß aber machen die Mini-Schweine auf ihrer Schweineweise. Die kaum handtellergroßen Mini-Pigkinder sehen aus wie aus einem Comic entsprungen, sie toben und quirlen so komisch herum, dass alle Besucher lachen müssen, erst recht, wenn die übermütigen Tierchen sich ins "Schweineschwimmbad", ihre Suhle, stürzen und mit hastigem Strampeln das andere Ufer erreichen. Auf der sogenannten "Futterrunde", wenn Tierparkleiter Dirk Neumann, die Besucher im Schlepptau, von Gehege zu Gehege wandert und beim Füttern auch gleich auf seine unverwechselbare Weise etwas aus dem Leben der Tiere erzählt, macht er natürlich auch bei den Mini-Schweinen hat. Die Futterbrocken wirft er ihnen ins Wasser, und dann stürmt die fette Blacky aufspritzend hinein, während Mutter Rosa hin und hergerissen am Rand stehen bleibt, weil sie Fressen oder trockene Füße haben will. Beim Stachelschweinpaar ist noch kein Nachwuchs in Sicht, aber sie geben sich, gerne auch vor Publikum, die größte Mühe, dass es bald so sein soll. "Alle Naslang feiern die Hochzeit", sagt Dirk Neumann, der ihnen dieses Vergnügen gerne gönnt, und es durchaus begrüßen würde, wenn auch die Waschbären sich ein bisschen mehr um ihren Nachwuchs kümmerten. Die beiden Weibchen aber haben nur ein Männchen, das sich vor allem den Besuchern zuwendet, bevorzugt bei der Futterrunde, um sich auf charmanteste Weise was Leckeres zu erbetteln. Otto heißt der Waschbärmann, der einst von einem Jungen aus der Jauchekuhle eines Bauern gerettet und dann ganz zahm dem Tierpark übergeben wurde. Ab halb 10 Uhr hat der Tierpark Kalletal geöffnet. Die schönste Zeit für Familien ist aber wohl der Nachmittag, wenn um 15 Uhr Dirk Neumanns Futterrunde beginnt. Wer früher oder später kommt, kann aber an der Kasse Tierfutter kaufen - die kleinen und großen Vierbeiner bekommen nie genug davon.



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